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Indische frittierte Kohlbällchen in Curry mit rohem Blumenkohl-Pickles und Gewürz-Reis
Okt 10th, 2010 by veganitaet

Dieses Gericht werde ich mit Sicherheit nochmal zubereiten. Wirklich einer der leckersten indischen Gerichte, die ich je gekocht habe! Mein Dank geht hier an die Inspiration durch die tolle indische Rezepte-Seite von Manjula’s Kitchen.

Die Kohlbällchen sind wirklich göttlich und werden auch Leuten schmecken, die Kohl vielleicht sonst nicht allzu lecker finden. Dadurch, dass der Kohl geraspelt, frittiert und dann nochmal gekocht wird, verschmilzt er förmlich mit dem Kichererbsenmehl zu einem „Knödel“, der in einer Tomaten-Curry-Soße schwimmt.

Die Blumenkohl-Pickles will ich auch jedem ans Herz legen, der weich gekochten Blumenkohl (am besten noch mit Sahnesoße, uäää), nicht so gerne isst. Teilt man den Blumenkohl in viele kleine Rösschen und legt ihn etwas in Limettensaft und Gewürzen ein, ist er sehr gut verdaulich und schmeckt köstlich! Auch eine gute Idee für Rohköstler, die mal was Indisches essen wollen.

Dazu noch etwas Reis, am besten mit ganzen Gewürzen und Curryblättern angebraten…ein Gedicht!

Zutaten(für 4 Personen):

Kohlbällchen:

ein halber Kopf Weißkohl, in der Küchenmaschine fein geraspelt

3/4 bis 1 Tasse Kichererbsenmehl (gibt es in Asia-Läden als Gram Flour oder Besan zu kaufen)

1/2 TL Kreuzkümmelsamen (ganze Samen, gibt’s auch im Asia-Laden)

ein etwa 3cm breites stück Ingwer, fein gehackt

eine gehackte grüne Chilli-Schote

1 TL Salz

Öl zum Frittieren

Curry:

1 Dose gehackte Tomaten

ein etwa 3cm breites Stück Ingwer, fein gehackt

3 Knoblauchzehen, fein gehackt

1 grüne Chilli-Schote, fein gehackt

1 TL Kreuzkümmelsamen

1EL Kichererbsenmehl

1 EL gemahlener Koriander

1/2 TL Kurkuma

1/2 TL Salz

2 TL Zucker

1/2 TL Chilli-Pulver

3 EL Soja-Joghurt (alternativ Kokosmilch)

Blumenkohl-Pickles:

ein kleiner Blumenkohl

2 grüne Chilli-Schoten, in Scheiben geschnitten

1 1/2 TL schwarze Senfsamen (Asia-Laden)

1 TL gemahlene Fenchelsamen (Asia-Laden, Fennel Seeds)

1 1/2 TL Salz

1/2 TL Kurkuma

1/4 TL Asafoteida (oder Hing, indisches Gewürz)

Saft und Schale aus einer Bio-Limette

einige Blätter gehackter frischer Koriander

3 EL Olivenöl

Gewürzreis:

250g Basmati-Reis, gekocht und abgekühlt

1 Zwiebel, in Ringe geschnitten

1 TL Kreuzkümmelsamen

1 getrocknete rote Chilli-Schote

1 Zimtstange

1 Lorbeer-Blatt

1TL Panch Puren (Mischung aus fünf ganzen Gewürzsamen)

2 El getrocknete Curry-Blätter

Öl

Zubereitung:

Den geschredderten Kohl mit den Gewürzen mischen.

Soviel Kichererbsenmehl dazu geben, bis sich die Masse in Bällchen formen lässt. Gegebenenfalls etwas mehr Mehl hinzufügen.

Fett in einem Wok oder Fritteuse erhitzen und die Bällchen hinein geben. Von allen Seiten goldbraun frittieren.

Nun könte man die Bällchen bereits essen. Ich dachte sogar, dass sie fast zu schdae dafür sind, sie nun noch noch in Curysauce zu kochen, da sie dadurch ihre Knusprigkeit verlieren. Dadurch, dass sie gekocht werden, erhalten sie aber eine ganz neuartige Textur und schmecken nochmal viel besser, als die frittierten Bällchen.

Nun das Curry zubereiten. Dafür Tomaten, Ingwer, Chilli und Knoblauch im Mixer pürieren.

Etwas Öl in einem Topf erhitzen und Senf- und Fenchelsamen und Asafoteida hinzufügen. Aromatisch anbraten. Den Topf kurz vom Herd nehmen und das Kichererbsenmehl hinzugeben und ebenfalls anbraten. Schnell umrühren und nicht zu heiß werden lassen, da das Mehl schnell schwarz wird (kann ich aus eigener Erfahrung sagen…). Das Kichererbsenmehl aromatisiert das Curry und dickt es zugleich an. Nun das Tomatenpüree und die Gewürze hinzu geben und weiter kochen. Ab und an umrühren.

Schließlich den Joghurt hinzugeben und etwa eine Minute weiter kochen. Schließlich noch etwa 300ml Wasser hinzufügen.

Nun die Bällchen in das Curry geben und etwa 8 Minuten bei geschlossenem Deckel kochen lassen.

Für die Pickles den Blumenkohl in feine Röschen teilen und auf einem Küchentuch gut abtrocknen.

Limettensaft herauspressen und die Schale vierteln, mit den Blumenkohlröschen in eine Schale geben. Alle anderen Zutaten zu einer Soße verrühren und mit dem Blumenkohl vermischen. Nun nur noch gut durchziehen lassen (am besten ungefähr eine Stunde).

Für den Reis Öl in einer Pfanne erhitzen und alle Gewürze hinein geben. Etwas anbraten und schließlich Reis dazu geben. Nach Geschmack salzen.

Alles zusammen anrichten und mit frischem Koriander garnieren.



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Matcha-Sahnecreme auf Erdbeeren
Aug 17th, 2010 by veganitaet


Zu diesem Dessert wurde ich von einem japanischen Restaurant in Malaysia inspiriert, das japanische Küche mit italienischer fusionierte. Dort gab es dir verrücktesten Desserts, wie z.B. japanisches Tiramisu mit roter Bohnenpaste. Außedem wurden ganz viele Desserts mit Matcha-Pulver gemacht. Matcha ist japanischer pulverisierter Grüntee. Hierzulande bekommt man Matcha in einigen Asia-Läden, insbesondere in japanischen Läden(z.B. in Frankfurt am Main) und natürlich über zahlreiche Internetshops. Dort solltet ihr die Preise gut vergleichen, da Matcha recht kostspielig ist. Ich habe mein Pulver bei Ebay recht günstig gekauft. Mein hier verwendetes Matchapulver war ein Instant-Mischgetränk mit Traubenzucker. Verwendet ihr pures Matcha könnt ihr es mit Puderzucker vermischen. Achtet darauf, dass ihr kein „Matcha Latte“-Instantpulver kauft, das ist in der Regel nämlich mit Milchpulver.

Zutaten (für 4 Personen):

5 EL Matcha-Pulver, zusätzlich etwa 2 TL zum Dekorieren

3 gefrorenen Bananen

1 Packung Soyatoo-Schlagsahne

3 EL Agavendicksaft oder Zucker

eine Packung TK-Erdbeeren oder etwa 250g frische Erbeeren

Zubereitung:

Bananen leicht antauen und im Mixer wie hier zu einer Creme verarbeiten. Matcha, Agavendicksaft und Soyatoo dazu geben und zu einer fluffigen Creme schlagen. Erdbeeren auf vier Schälchen verteilen und die Creme darauf verteilen. Mit etwas Matcha garnieren.


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Japanisches Menü mit Udon-Nudeln, Tempura und Agedashi-Tofu
Aug 17th, 2010 by veganitaet

Hier wollte ich mal lauter verschiedene japanische Leckereien zubereiten, die ich so oder so ähnlich in Malaysia gegessen habe. Zum Einen frittierte Gemüse in Teighülle, Tempura, mit passender Tentsuyu-Soße aus Algen und Sojasoße. Zum Anderen Agedashi-Tofu, ebenfalls frittierter Seidentofu in Soße und Udon-Nudeln, helle, etwas dickere japanische Nudeln. Ich habe für den Agedashi-Tofu und für die Tempura die gleiche Soße (Tentsuyu oder Ten Tsuyu) hergestellt, da ich Rezepte gefunden habe, bei denen die Zutaten sehr identisch waren. Außerdem gab es dazu noch einen japanischen Gurkensalat mit Wa-Fu-Dressing( ich weiß, die Salat-Schüssel ist sehr „deutsch“, aber soviel japanisch aussehendes Geschirr hatte ich dann auch wieder nicht! 😉 ) und einen Sesam-Mayonnaise-Dip zusätzlich für die Tempuras.

Als Nachtisch eignet sich gut das nachfolgende Rezept für Matcha-Sahne-Creme.

Zutaten(für 4 Personen):

Für die Tempura:

eine Aubergine

1 bis 2 Zwiebeln

2 Süßkartoffeln

Tempura-Mehl-Fertigmischung (oder selbst zubereiteter Teig, geht eigentlich auch ganz einfach aus Mehl, kaltem Wasser, Speisestärke und Backpulver hergestellt)

Tempura- und Agedashi-Tofu-Soße (Ten-Tsuyu):

3 Tassen Wasser

2 etwa 5cm lange Stücke Konbu-Algen(mehr dazu in diesem Artikel; alternativ Instant Dashi-Brühe, aber auf vegane Zutaten achten!)

5 getrocknete Shitake-Pilze

1 Tasse japanische Sojasoße(Sojasoße für Sushi)

1/2 Tasse Mirin (süßer japanischer Reiswein, gibt es im Asialaden)

1/2 TL Salz

ein etwa 5cm großes Stück Ingwer

Agedashi-Tofu:

ein Block fester Seidentofu (nein, das ist kein Widerspruch! Es gibt durchaus unterschiedliche Verianten von Seidentofu. Der aus dem Bio-Laden ist hierfür weniger geeignet, da er beim Hantieren schnell zerfällt. Einfach mal im Asia-Laden nach festem Seidentofu fragen, die wissen schon Bescheid!)

1/2 Tasse Speisestärke

Udon-Nudeln:

270g Udon-Nudeln aus dem Asia-Laden(alternativ könnt ihr auch Soba-Nudeln verwenden, wenn ihr Udon nicht findet)

Sesam-Mayonnaise-Dip:

100g vegane Mayo, oder selbst hergestellt wie hier

1 EL Sesamöl

1 EL körniger süßer Senf

1 EL Reisessig (oder anderer heller Essig)

1 in Ringe geschnittene Frühlingszwiebel

japanischer Gurkensalat mit Wa-Fu-Dressing:

eine Salatgurke

eine Frühlingszwiebel, in Ringen

1/2 Tasse Reisessig

1EL Sojasoße

1 1/2 EL Zucker oder Agavendicksaft

1/2 TL Salz

1 EL Öl

ein Paar Tropfen Sesamöl

zusätzlich…

etwas Wasabipaste aus der Tube oder angerührt aus Pulver

Zubereitung:

Soße (Ten Tsuyu):


Als erstes Konbu und Shitakepilze etwa eine Stunde im Voraus in der angegebenen Wassermenge einweichen. Dann 15 bis 20 Minuten kochen und Algen und Pilze entfernen.

Die Pilze kann man weiterverwenden, die Algen vielleicht nicht unbedingt. Restliche Zutaten hinzufügen und 2 Minuten kochen lassen. Die Hälfte der Soße als Dip in eine Schüssel geben.

Tempura:


Für die Tempura Zwiebel in Ringe und Süßkartoffeln in scheiben schneiden. Die Süßkartoffeln werden beim Frittieren gar, man muss sie nicht vorkochen. Die Auberginen längs in dünne Scheiben schneiden und dann mehrmals diese Scheiben längs einschneiden, sodass sie ganz zerfleddert aussehen. Ich habe in Malaysia in einem japanischen Restaurant Tempura bestellt und hatte dort auch Auberginen-Tempura und war erst total unsicher, ob diese komisch förmigen Gebilde nicht Tintenfische seien. Das macht wirklich was her, wenn ihr eure Auberginen so schneidet! 🙂 Habe leider kein gutes Bild davon machen können, aber vielleicht könnt ihr euch es ja vorstellen.

Den Tempurateig nach Packungsanleitung anrühren oder selbst zubereiten. Öl in einer Fritteuse oder einem Wok erhitzen, Gemüse in den Teig tunken und frittieren.

Agedashi-Tofu:


Tofu abtropfen lassen und mit einem Küchentuch vorsichtig trocken tupfen. Mit dem Seidentofu muss man sehr behutsam umgehen, damit er nicht zerfällt. Tofu in etwa 8 Stücke schneiden(man kann Agedashi Tofu aber auch mit einem ganzen ungeschnittenen Tofu-Block herstellen). Speisestärke auf einem flachen Teller  geben und den Tofu von allen Seiten darin wälzen.

In dem noch heißen Öl von den Tempuras frittieren.

auf einem Tuch abtropfen lassen:

Vor dem Servieren die andere Hälfte der Ten Tsuyu Soße in ein Schüsselchen geben und die Tofu-Blöcke vorsichtig hinein geben. sie sollte auf der Soße schwimmen und nicht ganz untergehen.

Udon-Nudeln:


Nudeln ganz einfach nach Packungsanleitung kochen und abtropfen lassen.

Mayonnaise-Sesam-Dip:


Alle Zutaten für den Dip verrühren und in ein kleines Schälchen füllen.

Gurkensalat mit Wa Fu-Dressing:


Gurke schälen und mit einer Gabel längs und ringsherum einritzen(immer mit der Gabel von oben nach unten fahren). So entstehen nachher diese schön gerillten Gurkenscheibchen(danke Mama für diesen Tip! 🙂 ). Gurken dann in ganz dünne Scheiben schneiden. Alle Zutaten für das Dressing vermischen und mit den Gurken vermengen.

Nun nur noch Wasabi in ein Schälchen geben und alles zusammen anrichten.

Itadakimasu! (in etwa „Guten Appetit“)





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Indonesischer fruchtig-scharfer Sambal-Tempeh und -Tofu (aka Martins neues Lieblingsessen)
Jul 29th, 2010 by veganitaet


Dass ich mal wieder habe nicht von mir hören lassen, lag an meinem kürzlichen Urlaub in Holland. Wie ich dieses Mal feststellen musste ist es ein echtes Paradies für VeganerInnen! Zum Einen gibt es viele süße Aufstriche(wie z.B. Spekulatius-Aufstrich, mmmhh) und zu anderen viele viele indonesische Läden und Restaurants(aufgrund der ganzen Kolonie-Sch*****). Ein besonders leckeres Tempeh-Tofu-Gericht, was ich dort gegessen habe, habe ich nun direkt versucht nachzukochen, was mir auch ganz gut gelungen ist. Das besondere an dieser Zubereitung ist zum Einen die Mischung von Tempeh und Tofu in einem Gericht, was durch die verschiedenen Konsistenzen richtig gut schmeckt, und das Hinzufügen von Kaffir-Limettenblättern. Diese Blätter bekommt ihr im Asia-Laden und sind wirklich ganz entscheidend für den Geschmack dieses Gerichtes! Durch die Blätter schmeckt das Ganze sehr fruchtig und duftet ganz wunderbar!

Zutaten:

jeweils ein Block Tofu und Tempeh

8EL Tomatenmark

6 Schalotten

3 Knoblauchzehen

ein 3 bis 5cm großes Stück Ingwer

10 Kaffir-Limettenblätter

2TL gemahlener Galgant (indonesisches Gewürz, gibt es im Asialaden oder auch im Bioladen mit Hildegard von Bingen-Schriftzug darauf)

1TL gemahlenes Zitronengras (oder frisches)

2 getrocknete rote Chillis

2 El Tamarindenpaste (Asia-Laden) vermischt mit 200ml warmen Wasser

4 EL Palmzucker (Asialaden; andernfalls geht auch Rohrzucker)

2TL Salz

rote frische Chilli und Sesamöl zum Anrichten (optional)

Öl zum anbraten

Zubereitung:

Tempeh und Tofu in Rechtecke schneiden. Recht viel öl in einer Pfanne erhitzen und separat Tofu und Tempeh goldbraun anbraten. Heraus nehmen und abtropfen lassen.

3 der Schalotten würfeln. Restliche Schalotten mit den Gewürzen, Tamarindensaft, Ingwer, Knoblauch und Tomatenmark im Mixer zu einer Paste verarbeiten. Abschmecken und gegebenenfalls nachsalzen und-süßen.

Etwas Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen. Schalotten hinein geben und glasig andünsten. Paste hinzufügen, mit den Zwiebel vermischen und schließlich Tofu, Tempeh und Kaffir-Limettenblätter hinzu geben. Einige Minuten kochen lassen und schließlich mit frischen Chillis und etwas Sesamöl beträufelt servieren.

Dazu passt gut Reis(am besten mit ein paar Pandanblättern gekocht) und grünes Gemüse wie Pak Choi in etwas Sojasoße, Ingwer und Knoblauch angebraten.


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Thailändische gebratene Nudeln mit Kohl und eingelegtem Rettich
Jul 4th, 2010 by veganitaet

Hier ein sauleckeres Rezept für thailändische gebratene Nudeln mit geraspeltem Kohl, Mungobohnensprossen(ja nicht Sojasprossen! Die herkömmlichen Sprossen sind nämlich Mungobohnensprossen, obwohl sie irgendwie jeder Sojasprossen nennt. Sojasprossen sehen schon ähnlich aus, sind aber wesentlich dicker und sie gibt es seltener im Asia-Laden) und eingelegtem Rettich. Wer es nicht so mit Schärfe hat, sollte das Sambal Olek minimieren oder ganz weg lassen.

Zutaten für etwa 4 Personen:

250g dünne gelbe asiatische Nudeln(meine hießen einfach nur Chinese Noodles, waren aus Weizenmehl und sehr salzig, einfach mal nach solchen Nudeln im Asia Laden suchen, sie sollten aber wirklich schön dünn sein, nicht so wie diese leicht gekringelten, die man sonst in Instantnudelsuppen wie YumYum findet. Man könnte auch nach „Mee Hoon“ im Asia laden fragen)

ein halber Kopf Weißkohl oder Chinakohl

2 handvoll Mungobohnensprossen

etwa 40g eingelegter chinesischer Rettich (gibts in Plastiktütchen im Kühlregal im Asialaden)

2EL Sambal Olek

2EL fermentierte Sojabohnenpaste (habe ich in einer Plastiktüte gekauft, sieht ein  bisschen so aus wie Miso-Paste, ist dunkelbraun und heißt Mong Go)

etwa 6 getrocknete Shitake-Pilze

1EL Zucker

1/2 TL Salz

1 Frühlingszwiebel

2 Limetten

1 frische rote Chilli-Schote

Zubereitung:

Die Nudeln in heißem Wasser einweichen bis sie weich sind(hah, klingt das doof!) und in einem Sieb abtropfen lassen. Die shitakepilze etwa 10 Minuten in heißem Wasser einweichen, Wasser aufheben und Pilze inm feine Streifen schneiden. Den Kohl raspeln und den Rettich in kleine Stücke schneiden.

Öl in einer Pfanne erhitzen und Sambal Olek, Rettich und Sojabohnenpaste anbraten. Kohl und Pilze dazu geben und verrühren. Salz, Zucker, Nudeln und Shitakepilzwasser dazu geben und alles gut verrühren. Schön durch rühren und zum Schluss die Sprossen unterheben.

Auf Tellern anrichten, mit in Streifen geschnittener Chilli und Frühlingszwiebeln bestreuen und eine halbe Limette dazugeben(den Saft kann dann jeder über seinen Nudeln auspressen).


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Indische Massala-Auberginen und scharfes Kichererbsen-Curry
Jun 17th, 2010 by veganitaet

Hier ein Rezept für zwei sehr leckere indische „Beilagen“, Currys, oder wie auch immer man es nennen mag. Die Auberginen werden richtig schön braun geschmort, werden in ganzen Gewürzen und, für meine Verhältnisse, mit relativ viel Öl zubereitet. Es lohnt sich  aber wirklich die Auberginen ordentlich dunkel anzubraten, dadurch erhalten sie ein ganz anderes Aroma, als wenn man einfach ein Curry aus gekochten Auberginen herstellen würde.

Das Kichererbsen-Curry habe ich aus ganzen und grob zermatschten Kichererbsen hergestellt, sodass eine superleckere sämige Paste entsteht.

Zutaten:

für die Massala Auberginen:

1 Aubergine

1/2 Zwiebel

Pflanzenöl

2TL Panch Puren (indische Gewürzmischung aus ganzen Gewürzkörnern wie Kreuzkümmel, schwarze Senfsamen und Co)

1/2TLSalz

1/2 TL Zucker

50ml Wasser

für die Kichererbsen:

eine große Dose Kichererbsen

1/2 Zwiebel

2 mittelgroße Tomaten

2 Knoblauchzehen

1 Stückchen Ingwer

1TL indisches Currypulver

1/2 TL Salz

1/2 TL gemahlener Kardamom

1TL Amchur (kann man auch weglassen, säuerliches Mangopulver aus dem Asialaden, alternativ geht auch ein Spritzer Zitrone oder Tamarindensaft)

1/2 TL Asafoteida (oder auch Hing, Gewürz aus dem Asialaden, lohnt sich sehr für indische Gerichte zu benutzen, hat einen ganz eigenen Geschmack und dient auch der besseren Verdauung von Hülsenfrüchten)

2 getrocknete rote Chillis (frische gehen natürlich auch oder Chillipulver)

etwa 150ml Wasser

Zubereitung:

Für die Auberginen, Auberginen in etwa mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel in Ringe schneiden. Die Auberginen-Stücke in relativ viel Öl schön braun braten:

Aus der Pfanne nehmen und erst einmal beiseite stellen. Dann wieder etwas Öl in der Pfanne erhitzen und die Zwiebel mit den Gewürzen gut braun braten. Auberginen und das Wasser hinzufügen und etwa 5 Minuten garen. Fertig!

Für unser zweites Gericht die Zwiebeln und Tomaten würfeln und Ingwer und Knoblauch fein hacken. Die Hälfte der Kichererbsen auf einem flachen Teller mit einem Kartoffel-Stampfer oder einer Gabel grob zermatschen. Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer anbraten. Tomaten, Kichererbsen, Wasser und Gewürze hinzufügen und alles etwa 15 Minuten kochen, bis alles schön eingedickt ist. Gar ist alles natürlich schon nach 5 Minuten, aber das ist mal ein Gericht, das etwas matschiger sehr gut schmeckt und ganz besonders am nächsten Tag, weil bis dahin die Gewürze ihren Geschmack so richtig verteilt haben!


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Japanische Soba-Nudeln mit Erdnusssoße, frittiertem Tofu, Mairüben und Wasabi-Nüssen
Jun 7th, 2010 by veganitaet

Hier habe ich mal japanische Soba-Nudeln(dunkle dünne Buchweizen-Nudeln) mit Mairüben kombiniert, weil ich fand, dass so etwas Rettich- Rübenmäßiges ganz gut passen würde.  Mairüben,  kleine lila-weiße Rüben (siehe Bild unten), haben gerade Saison, ansonsten geht auch Kohlrabi oder, wer es etwas feuriger mag, auch Rettich. Statt Tahini, was in den meisten Rezepten verwendet wird, habe ich eine Erdnusssoße zubereitet und das Ganze noch zusätzlich mit knusprig frittiertem Tofu und Wasabi-Nüssen angereichert. Nicht authentisch japanisch, aber sehr lecker!

Zutaten für 2 große Portionen:

1/2 Packung, 2 Bündel oder 150g Soba-Nudeln

4 Mairüben

1 Block Tofu (ich habe Asia-Laden-Tofu genommen, der schmeckt etwas anders als normaler „deutscher“ Tofu)

1/3 Glas Erdnussmuss (ungesüßt, hat eher die Konsistenz von Tahini als von Erdnussbutter)

100ml Sojasahne

100ml Sojamilch

etwas Ao Nori (Nori-Algen Flocken aus dem Bio-Laden)

etwa 100g Wasabi-Nüsse(gibt es in Asia-Läden, in den meisten Supermärkten beim Knabberkram oder auch komischerweise in manchen Geschenke-Ramsch-Einrichtungsläden mit holländischen Nahrungsmitteln)

Zubereitung:

Die Nudeln nur wenige Minuten kochen. Am besten auf die Packungsanleitung achten und danach das Wasser abgießen und mit kaltem Wasser abschrecken und etwas mit den Fingern voneinander trennen, sonst bilden sie einen Nudel-Klumpen!

Die Mairüben raspeln und auf zwei großen Tellern verteilen.

Tofu würfeln und Frittierfett erhitzen. Die Würfel goldgelb frittieren. Am besten so, dass sie innen noch schön weich sind.

Für die Erdnusssoße das Erdnussmus, Sojamilch und Sahne schmelzen lassen. Nach Bedarf noch etwas nachsalzen. Dann die Nudeln auf den Mairüben anrichten, die Soße darüber gießen und mit Nori-Flocken und Nüssen bestreuen. Sobanudeln können kalt und warm gegessen werden. Durchgemixt wäre es sicherlich auch ein interessanter Nudel-Salat!


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Malaysisches Fingerfood: „Ente“ in Pandanblättern
Jun 2nd, 2010 by veganitaet

Hier habe ich ein sehr leckeres malaysisches Gericht nachgekocht. In Malaysia wird es klassich mit Hühnchen zubereitet, man bekommt dort aber auch in Supermärkten die fertige tierfgekühlte vegane Version, wenn es die nur hier gäbe… Schluss mit Jammern dachte ich mir, einfach selber machen!

Pandanblätter sind herrlich duftende Blätter, die man in den meisten Asia-Läden bekommt, siehe auch hier.

Als Fleischersatz habe ich „Mock Duck“ aus der Dose aus dem Asialaden genommen. Das gibt es mittlerweile auch bei veganwonderland. Alternativ kann man hier auch seine eigene Seitan-Kreation verarbeiten.

Ach ja, und noch ein wichtiger Zusatz: Die Pandan-Blätter nicht mitessen(sind nicht giftig, nur nicht sonderlich kaubar)! Man wickelt die Päckchen vor dem Essen aus und schmeißt die Blätter danach weg.

Zutaten:

eine Dose „Mock Duck“

etwa 5 Pandanblätter, halbiert(quer, nicht längs)

etwa 10 Zahnstocher

Frittierfett

Marinade:

100ml Ingwersaft( selbst entsaftet, alternativ geht auch Wasser vermischt mit Ingwerpulver)

2EL Sojasoße

1EL Zucker

1/2 TL Pfeffer

1EL Öl (idealerweise Sesamöl)

Zubereitung;

Die Zutaten für die Marinade vermischen und die abgetropften Mock Duck Stücke darin mindestens eine halbe Stunde marinieren. Dann aus der Marinade nehmen(kann man als Würzmittel für ein anderes Gericht aufheben).

Größere Stücke halbieren und kleine Fitzelstücke am besten weg naschen. Jeweils ein halbiertes Pandanblatt um ein Mock-Duck-Stück wicken und mit einem Zahnstocher fixieren. Bei mir ergab die Dose 10 Stück, variiert aber von Dose zu Dose, nehme ich an.

Frittierfett erhitzen und die falschen Entlein darin schön braun braten. Die Blätter werden sich etwas verfärben, geben aber ihr wunderbares Aroma ab. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Als Snack mit süßer Chillisoße(die, die man auch zu Frühlingsrollen isst), pur oder zu einem asiatischen Reisgericht servieren.

Veganer japanischer „Aal“ auf Reis (Unagi Donburi)
Mai 18th, 2010 by veganitaet

Heute stelle ich euch ein japanisch veganisiertes Rezept vor: Unagi Donburi. Das ist ein Gericht bestehend aus Klebreis, einem Stück Aal (uäää..nicht, dass ich das jemals gegessen hätte)und einer süßen braunen Soße. In Asien gib es viele vegetarische Restaurants, die solche Gerichte sehr kreativ nachahmen, daher wollte ich dieses hier nachkochen, um es auch dem deutschen veganen Publikum zu zeigen. 🙂 Für alldiejenigen, die diese ganze Fleischimitiererei kontraproduktiv finden, können das Gericht ja auch „Algenrolle mit Tofuhaut-Pilz-Füllung auf Reis“ nennen. 🙂

Zutaten (für 4 Personen):

2 Tassen japanischer Reis (Sushireis oder Klebreis), ein anderer Reis wäre hier auch nicht allzu gotteslästerlich 😉

(2 EL Reisesseig, optional)

eine Packung Nori-Algen-Blätter

eine Packung Tofu-Haut (Dried Beancurd aus dem Asia-Laden, ist ein getrocknetes chinesisches Produkt, gibt es aber auch unter der japanischen Bezeichnung Yuba oder auch gefroren und inzwischen sogar unter dem Namen Tofu Blätter bei veganwonderland)

10 getrocknete Shitake-Pilze, für etwa 20 Minuten in heißem Wasser aufgeweicht (Einweichwasser aufheben!)

1/2 Tasse eingeweichte Wakame-Algen(Vorsicht, nicht zu übermütig sein, quellen stark auf! Mengenangabe bezieht sich auf die eingeweichten Algen)

3 EL Mirin, japanischer süßer Reiswein

5EL Sojasoße

4EL Klebreismehl (aus dem Asialaden)

für die Soße:

1/3 Tasse Vollrohrzucker(unterstützt die braune Farbe und den Geschmack, normaler Rohrzucker ginge aber auch)

1/2 Tasse Sojasoße

100ml Shitakepilz-Einweichwasser

ein paar kleine Stücke Kombu.Algen (mehr dazu hier) oder 150ml fertige Dashi-Instantbrühe(Pulver aus dem Asia-Laden)

3EL Mirin

1EL Speisestärke

Zubereitung:

Den Reis mit 3 Tassen Wasser kochen, bis er gar und klebrig ist. Wenn er fertig ist kann man ihn noch mit etwas Reisessig würzen, je nach Geschmack.

Die eingeweichten Pilze und Wakame-Algen in einer Küchenmaschine oder Mixer fein mixen. Die Tofuhaut in kleine Stücke bröseln und in heißem Wasser kurz einweichen. Wasser abgießen und mit der Algen-Pilz-Mischung mischen. Mit Sojasoße und Mirin würzen und das Klebreismehl unterheben, das hält die Masse dann schön zusammen.

Nun immer eine gewisse Menge in die Mitte eines Nori-Algenblattes verteilen und zu einem Päckchen zuklappen. die Ränder einfach immer befeuchten und fest drücken. Wenn man den Eindruck hat, es würde nicht halten, einfach mit der umgeschlagenen Seite nach unten legen, dann klebt es nach einer Weile.

Wenn man fertig ist mit den Päckchen, Öl in einer Pfanne erhitzen und die „Aale“ von beiden Seiten braun braten.(Vorsicht, wegen der dunklen Farbe der Algen merkt man nicht sehr schnell, wenn sie schwarz werden!)

Für die Soße die Kombualgen mit 150ml Wasser kurz aufkochen und einige Minuten einweichen lassen oder eine Instanst Dashi-Brühe herstellen. Dann alle Zutaten bis auf die Speisestärke aufkochen lassen. Die Stärke mit etwas kaltem Wasser mischen und unter die Soße rühren bis sie andickt. Zum Servieren den Reis in eine Schüssel geben, je ein Stück „Aal“ darauf geben und mit der Soße übergießen.



Pakora mit Bittergurke oder auch Bittermelone, Bitterkürbis, Bitter gourd…
Mai 15th, 2010 by veganitaet

Heute will ich euch mal ein Gemüse vorstellen, das wahrscheinlich die wenigsten von euch kennen: die Bittermelone (-kürbis, -gurke…). Ich bin immer ganz wild darauf, neue Gemüsearten kennen zu lernen, weil ich meine Ernährung möglichst abwechslungsreich gestalten will.

Dieses Gemüse ist außerdem anders als alles andere, was ihr sonst so gegessen habt! 🙂 Es schmeckt wirklich sehr bitter, aber trotzdem sehr lecker. Ich war früher auch sehr skeptisch, inzwischen zähle ich es aber zu meinem Lieblingsgemüse und all meinen Freunden, denen ich die hier zubereiteten Bittermelonen angeboten habe, hat es auch geschmeckt, also einfach mal probieren!

Bittermelone sollte es in jedem Asia-Laden und insbesondere in indischen Lebensmittelläden geben, da das Gemüse vor allem in Südindien köstlich zubereitet wird. Es gibt aber auch japanische Rezepte hierfür. Zudem kann man die Melone füllen, frittieren, kochen oder sogar roh essen.

Neben dem leckeren Geschmack ist die Bittermelone sehr gesund, insbesondere für den Blutzuckerspiegel und den Magen, was ich auch glaube, obwohl es hier anhand von Tierversuchen bewiesen wird. 🙁

Ich werde zusehen, dass ich auch noch in Zukunft ein anderes Rezept ausprobiere, da diese frittierte Zubereitung auch nicht die allergesündeste ist. Gerade wirkt es wahrscheinlich auch so, als ob ich ständig alles frittieren würde, das liegt aber nur daran, dass gerade noch Frittierfett im Wok war. 🙂

Zutaten:

1 Bittermelone (ist unter vielen verschiedenen Namen bekannt, also alles mal durchprobieren, wenn ihr im Asia-Laden nachfragt)

etwa 1 Tasse Kichererbsenmehl (Gram Flour)

3 TL Salz

1 TL Chillipulver

1/2 Tasse Wasser

Fett zum Frittieren

Zubereitung:

Zunächst muss die Bittermelone entkernt werden. Dafür das Teil am besten halbieren und mit einem Messer die Kerne auskratzen, das geht ziemlich einfach.
Dann das Gemüse in dünne Scheiben schneiden. Neugierige können nun auch mal ein Scheibchen probieren, ist roh ohne weitere Zutaten wirklich sehr bitter, nicht abschrecken lassen!
Dann alles in eine Schüssel füllen und alles restlichen Zutaten, wie immer ohne Frittierfett, hinzugeben. Das Ganze sollte dann etwa so aussehen:

Falls nicht noch mehr Wasser oder Kichererbsenmehl hinzugeben.

Nun das Fett erhitzen und die Bittermelonenscheibchen schön kross frittieren. Es macht nichts, wenn ein paar zusammenkleben, das haben sie in indischen Restaurants in Asien auch, ist also authentisch.^^

Kann so als Beilage mit Sojajoghurt-Raita oder zu Reis mit verschiedenen Currys gegessen werden. Am besten man bereitet dann etwas eher saures, etwas süßliches und eben Bittermelone zu, dann hat man verschieden Geschmackserlebnisse und das schmeckt dann wirklich göttlich! In Zukunft werden hierfür noch viele indische Rezepte folgen.
Heute will ich euch mal ein Gemüse vorstellen, das wahrscheinlich die wenigsten von euch kennen: die Bittermelone (-kürbis, -gurke…). Ich bin immer ganz wild darauf, neue Gemüsearten kennen zu lernen, weil ich meine Ernährung möglichst abwechslungsreich gestalten will.Heute will ich euch mal ein Gemüse vorstellen, das wahrscheinlich die wenigsten von euch kennen: die Bittermelone (-kürbis, -gurke…). Ich bin immer ganz wild darauf, neue Gemüsearten kennen zu lernen, weil ich meine Ernährung möglichst abwechslungsreich gestalten will.

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