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Englischer Weihnachts-Fruchtkuchen mit Brandy
Dez 3rd, 2010 by veganitaet

Dieses gammelige Foto von einem in Folie gepackten Kuchen in Tomaten-aus-dem-Rheinland-Kiste ist nicht das Endergebnis von einem englischem Weihnachts-Fruchtkuchen! Einen solchen Weihnachtskuchen backt man einige Wochen vor Weihnachten und streicht ihn dann ca. zweimal pro Woche mit Alkohol, wie Brandy ein. So reift er quasi bis Weihnachten. An Weihnachten wird er dann angeschnitten und soll sehr reichhaltig schmecken. Es gibt sogar Leute, die diesen Kuchen einige Monate vor Weihnachten backen und darauf schwören, dass je länger der Kuchen reift, desto besser würde er schmecken. Ich selbst habe noch nie so einen Kuchen gegessen und ich bin bei jedem Einstreichen schon sehr gespannt daraf, wie er wohl schmeckt. Eignet sich auch super als Geschenk, da er sich auch noch sehr lange hält.

Der Kuchen besteht zum Großteil aus Trockenfrüchten und Nüssen und nur sehr wenig aus Teig. Natürlich muss man Trockenfrüchte schon irgendwie mögen. Es gibt ja viele, die Orangeat, Zitronat, Rosinen und Co. nicht so mögen. Ich finde auch andere Trockenfrüchte leckerer wie Aprikosen, Pflaumen und Cranberries. Daher sind viele davon in meinem Kuchen. Man sollte aber schon viele verschieden Sorten verwenden, damit der Kuchen schön bunt aussieht. Man muss sich nicht streng an das Rezept halten, wer gegen irgendwelche Nüsse allergisch ist, kann diese natürlich auch austauschen.

Als Alkohol nimmt man klassischerweise Brandy, das ist englischer Weinbrand. Den habe ich hier im Supermarkt nicht gefunden und habe daher französischen Billig-Weinbrand genommen. Es gibt aber auch Rezepte, die dunklen Rum oder Whiskey verwenden, also nimmt einfach was ihr findet.

Nach Weihnachten werde ich dann noch ein Endergebnis-Foto reinstellen.

Man sollte den Kuchen mindestens eine Woche vor Weihnachten backen. Meiner ist nun schon anderthalb Wochen alt.

Zutaten(für eine 26cm-Springform oder eine vergleichbar große eckige Form):

230g Margarine

200g Zucker

2 EL Zuckerrübensirup

3 EL Sojamehl oder Speisestärke, Ei-Ersatz etc. vermischt mit 3EL Wasser

260g Mehl

1 TL Backpulver

1 Prise Salz

Saft und Schale einer Orange (Bio)

Schale einer Zitrone (Bio)

3 EL Brandy, Weinbrand, dunkler Rum

50g gehackte Walnüsse

50g gehackte Mandeln

150g Rosinen

50g Zitronat

50g Orangeat

50g Deko-Kirschen (ich weiß, die sind eklig, aber die paar sind nicht so schlimm und sehen einfach schön weihnachtlich aus)

250g Trockenpflaumen

250g Trocken-Aprikosen

250g getrocknete Cranberries (gibt’s z.B. beim Aldi)

Zubereitung:

Schale von Orange und Zitrone abraspeln und Saft auspressen und mit dem Brandy in einer Schüssel mischen. Dann Aprikosen und Pflaumen in kleine Stücke schneiden und mit den Trockenfrüchten und Nüssen in die Schüssel geben. Etwas einweichen lassen.

In einer weiteren Schüssel Margarine, Zucker, Sirup, Salz und Sojamehl-Wasser-Mischung mit einem Mixer mischen. Mehl und Backpulver dazugeben und zu einem Teig verarbeiten. Frucht-Nuss-Mischung dazu geben und vermischen.

Eine Springform fetten. Den Ofen auf 180°C vorheizen. Mischung in die Form füllen und etwa eine Stunde backen. Dann die Temperatur auf 150°C reduzieren und weitere anderthalb Stunden backen. Nach einer Stunde mit einem Stäbchen testen, ob der Kuchen bereits fertig ist. Der Kuchen muss wirklich sehr lange backen. Ich hatte meinen erst zu früh rausgeholt und die Mitte war noch völlig weich.

Den Kuchen auskühlen lassen. Mit etwas Brandy bepinseln, einziehen lassen und in Folie wickeln. Am betsen in einem Karton mit einem Plastiktüte darüber lagern und immer wieder(zweimal die Woche) einpinseln.

Kokos-Schoko-Bällchen und Weißer-Rum-Marzipan-Pralinen
Jun 2nd, 2010 by veganitaet

Dies sind zwei optimale Rezepte, falls ihr entweder selbst gerade Lust auf leckeren veganen Naschkram habt oder jemand anderen mit diesen „merkt-man-ja-gar-nicht,-dass-die-vegan-sind-Pralinen“ beglücken und beeindrucken wollt. Eigentlich sind beide Rezepte gar nicht schwer, sodass man sich danach fragen könnte, warum man nicht eigentlich immer eine Ladung Pralinen im Kühlschrank hat!

Die Kokos-Schoko-Bällchen erinnern an einen bekannten Kokos-Riegel und die Rum-Marzipan-Pralinen sind schön nussig und gefüllt und haben einen leichten Schwips aus weißem Rum.

Zutaten für die Kokos-Schoko-Bällchen:

100ml Soja-Sahne(nicht zum Aufschlagen, sondern „Soja Cuisine“ o.ä.), alternativ wäre Kokosmilch auch einen Versuch wert!

2EL Gries (ich habe eher bräunliches Bio-Weizen-Grieß benutzt, Hartweizen- oder Weichweizengrieß funktioniert denke ich gleichermaßen)

40g Margarine

40g Zucker

60g Kokosraspel

etwa 100g dunkle Kuvertüre

Zubereitung:

Sojasahne mit Zucker und Margarine in einen Topf geben und schmelzen, das Grieß hinzufügen und kurz aufkochen. Von der Herdplatte nehmen und Kokosraspel unterrühren. Das Ganze dann etwa 20Minuten stehen lassen, damit das Grieß quellen kann.

Danach für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank geben. Küvertüre schmelzen. Aus der mittlwerweile fester gewordenen Masse Bällchen formen und mit einem Löffel in die Kuvertüre tunken und auf einem Stück Folie o.ä. trocknen lassen. Im Kühlschrank aufbewahren.

Zutaten für die Weißer-Rum-Marzipan-Pralinen:

4 Scheiben Zwieback(auf vegane Zutaten achten)

200g dunkle Kuvertüre oder Schokolade

6 EL zerbröselte Mandelblättchen(gehobelte Mandeln)

7EL weißer Rum

1EL Puderzucker

2EL Sojasahne

50g Margarine

100g Marzipan

etwa 100g Kuvertüre oder dunkle Schokoladenstreusel

Zubereitung:

Zwieback fein zerbröseln und mit dem Rum einweichen. Sahne, Margarine und Schokolade im Wasserbad oder bei geringer Temperatur vorsichtig schmelzen. Vom Herd nehmen und mit der Rum-Zwieback-Mischung, dem Zucker und den Mandeln mischen. Mindesten eine halbe Stunde kühlen, damit die Masse fest wird.

In der Zwieschenzeit aus dem Marzipan einige etwa erbsengroße Kügelchen rollen. Von der fest gewordenen Masse jeweils etwa einen Teelöffel abnehmen, platt drücken, die Marzipankugel in die Mitte geben und um das Marzipan herum verschließen und zu einer Kugel rollen(geht einfacher als es sich anhört!). So verfahren bis alles aufgebraucht ist.

Zum Schluss die Kugeln mit Kuvertüre überziehen oder wahlweise in Schokoladenstreusel wälzen. Gekühlt genießen.


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