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Malaysische Satay-Spieße(auch Satee) aus Seitan mit Erdnuss-Soße
Okt 16th, 2011 by veganitaet

Ich hatte es schon lange vor, nun habe ich es endlich geschafft und vegane Satay-Spieße aus Seitan an meinem Geburstag gemacht. Hierfür habe ich die Seitanmasse entsprechend gewürzt und dann in einer stark gewürzten Marinade im Backofen gebacken. Dazu gab’s eine Erdnuss-Kokossoße. Geschmacklich waren sie näher an Rindfleisch-Satay, als an Hähnchen. Will man eine Hähnchen-ähnlichere Konsistenz sollte man dem Seitan noch pürierten Tofu oder Kichererbsenmehl beimischen.

 

Zutaten (für 24 Spieße):

Seitan:

4 Tassen Gluten

4 TL gemahlener Koriander

2 TL gemahlenes Zitronengras

1 TL gemalener Chilli

2 TL Salz

 

1/4 Tasse Sojasoße

2 3/4 Tasse Wasser

2 EL Sesamöl

3 EL Zucker

 

Marinade:

1 Tasse Wasser

10 Schalotten

3 Knoblauchzehen

3/4 Tasse Sojasoße

5 EL Zucker

1 EL gemahlener Koriander

1 EL gemahlene Chilli

1 EL gemahlenes Zitronengras

2 TL Kurkuma

2 EL Sesamöl

 

Soße:

1 Dose Kokosmilch

220g ungezuckerte (oder leicht gezuckerte) Erdnussbutter aus dem Asialaden (hat eine andere Kosistenz als Erdnussmus oder Erdnussbutter, wird oft als „Pindakaas“ verkauft)

2 EL Sojasoße

1/2 EL Chilliflocken

1 EL Zucker (weglassen, wenn die Erdnussbutter schon gesüßt ist)

 

Zubereitung:

Alle trockenen Zutaten für den Seitan mischen. Dann alle flüssigen Zutaten mit dem Zucker vermischen und mit den restlichen Zutaten zu einem festen Seitanteig kneten. In kleine Stücke reißen (sieht besser aus, als wenn man sie mit dem Messer schneidet) und auf einem Backblech oder auf zwei Auflaufformen verteilen.

Dann alle Zutaten für die Marinade in einen Mixer oder Küchenmaschine geben. Alles über dem Seitan verteilen und gut 1 Stunden bei 180-200°C backen. Zwischendurch wenden. Vor dem herausnehmen, probieren ob sie gar sind und gegebenfalls länger backen.

Dann alle Stücke in eine Schüssel geben, vermischen und abkühlen lassen.

Dann immer etwa 4 Stücke auf einen Bambusspieß spießen. Gegebenenfalls aufwärmen und grillen.

Alle Zutaten für die Soße in einem Topf aufwärmen und zu den Spießen reichen.

Pandan Kuih (eine Art malaysischer „Pudding“)
Mai 24th, 2011 by veganitaet

In meinem allerersten Rezept hier habe ich schonmal ein Kuih (sprich „Kweh“) zubereitet, das einfach nur malaysisch für Kuchen ist. Hier würde man diesen Pandan Kuih wohl eher als Pudding bezeichnen, allerdings ist er fester als gewöhnlicher Vanillepudding. Er wird in eine Form gegossen und dann in meist rautenförmige Stücke geschnitten, sodass man sie mit der Hand essen kann.
Obwohl ich ja erst gerade ein Pandan-Rezept hochgestellt habe, stelle ich dieses hier hoch, weil ich in neulich zu eienr Party mitgebracht hatte und er so gut ankam, dass viele das Rezept haben wollten. Hier kommt es also:

Zutaten:

1 Dose Kokosmilch (400ml)

6 EL Reismehl (normales Reismehl aus dem Asia-Laden, darauf achten, dass es kein Klebreismehl ist, das hieße dan Glutinous rice flour)

3 EL Tapioka-Mehl (auch im Asia-Laden erhältlich) oder alternativ Speisestärke

60g/3/4 Tasse Zucker

1 TL Pandan Pasta oder -Aroma (dürfte es in den meisten Asia-Läden in kleinen Fläschlein geben. Es sollte grün sein, um das Gericht zu färben und eben das Pandan Aroma haben)

 

Hier Fotos von meinen Zutaten:

Alle Zutaten in einen Topf geben.

Mit einem Schneebesen gut verrühren. Es sollten keine Klümpchen entstehen.

Dann erhitzen und dabei ständig rühren. Die Masse sollte nun immer dicker werden. Kurz aufkochen lassen und schließlich in eine kleine eckige Form gießen (meine ist etwa 15x15cm groß).

Auskühlen lassen und in den Kühlschrank stellen. Mindestens zwei Stunden kühl stellen und schließlich in Rauten schneiden.

Einfacher saftiger Bananenkuchen
Mai 23rd, 2011 by veganitaet

Hier ein Rezept, wenn man mal schnell einen Kuchen zaubern will. Ist zwar sehr simpel aber schön feucht und saftig, dass er auf Feiern bestimmt jeden „Omni-Rührkuchen“ blass aussehen lässt. Bananenkuchen in diesem Stil kenne ich auch aus Malaysia.

Zutaten:

300g Mehl

1 Packung Backpulver

200g Zucker

1 Packung Vanillezucker

1/8 l Öl

1 Dose Kokosmilch (400ml)

2 Bananen, fein zermatscht

 

Zubereitung:

Ganz einfach alle Zutaten mit dem Mixer vermischen, in eine gefettete Form geben(es muss keine Bananen-Form sein 🙂 ) und etwa 50 Minuten bei 200° C backen.

Malaysischer saftiger Pandan-Chiffon-Kuchen
Mai 17th, 2011 by veganitaet

Das hier ist mein 100.Rezept und mein Blog existiert nun seit etwas über einem Jahr. Vielen Dank für die vielen netten Kommentare und Anregungen bisher. Ich freu‘ mich schon auf die nächsten 100 Rezepte, die ich mit euch teilen werde!

Das ist jetzt schon mein drittes Rezept mit Pandan, ihr merkt ich will es euch wirklich andrehen, es ist einfach zu köstlich!! 🙂 In Malaysia wird Pandan (Infos siehe hier) für alle möglichen Speisen benutzt, vor allem für Süßspeisen, wie diesen leckeren Kuchen hier. Man könnte denken, dass das doch ein voll langweiliger schnöder trockener Rührkuchen sei, aber falsch! Pandankuchen wie ich ihn aus Malaysia kenne ist stets saftig und zerschmilzt auf der Zunge! Um dieses Resultat ohne Eier zu erzielen habe ich dem Teig keine normale Sojamilch oder Wasser hinzugefügt, sondern nur Kokosmilch, das hervorragend mit Pandan harmoniert und Bestandteil der meisten Pandankuchen ist. Außerdem enthält der Teig pürierten Tofu. Unbedingt ausprobieren!!

 

Zutaten:

560g Mehl

1 1/2 TL Backpulver

1 1/2 TL Natron

250g Sonnenblumenöl

250g Zucker

220g Tofu

1 1/2 Dosen (400ml-Dosen) Kokosmilch

5 oder mehr frische Pandanblätter, nochmal zur Info, so sehen sie aus (aber euer Asialaden eures Vertrauen dürfte schon verstehen was ihr wollt, wenn ihr nach frischen Pandan oder Pandanusblättern fragt):

 

Zubereitung:

Mehl, Backpulver und Natron vermischen. Kokosmilch in einen Mixer geben und mit einer Schere die Pandanblätter hineinschneiden. Das Ganze möglichst fein pürieren. Dann durch ein Sieb geben, um einen grünlichen Saft zuerhalten. Das untere Bild dient nur zur Veranschaulichung, es ja diesmal mit Kokosmilch püriert wird und somit eine eher lindgrüne Flüssigkeit entsteht:

Das Gemisch wieder in den Mixer geben und Tofu, Zucker und Öl hinzu geben. Mixen und mit der Mehlmischung vermengen. Eine Kastenform einfetten und den Teig hineingießen.

Das Ganze bei etwa 200°C 30 bis 40 Minuten backen. Nicht wundern, wenn der Teig innen noch feucht erschein, das soll so sein! Gut auskühlen lassen und aus der Form stürzen.

Malaysisches Fingerfood: „Ente“ in Pandanblättern
Jun 2nd, 2010 by veganitaet

Hier habe ich ein sehr leckeres malaysisches Gericht nachgekocht. In Malaysia wird es klassich mit Hühnchen zubereitet, man bekommt dort aber auch in Supermärkten die fertige tierfgekühlte vegane Version, wenn es die nur hier gäbe… Schluss mit Jammern dachte ich mir, einfach selber machen!

Pandanblätter sind herrlich duftende Blätter, die man in den meisten Asia-Läden bekommt, siehe auch hier.

Als Fleischersatz habe ich „Mock Duck“ aus der Dose aus dem Asialaden genommen. Das gibt es mittlerweile auch bei veganwonderland. Alternativ kann man hier auch seine eigene Seitan-Kreation verarbeiten.

Ach ja, und noch ein wichtiger Zusatz: Die Pandan-Blätter nicht mitessen(sind nicht giftig, nur nicht sonderlich kaubar)! Man wickelt die Päckchen vor dem Essen aus und schmeißt die Blätter danach weg.

Zutaten:

eine Dose „Mock Duck“

etwa 5 Pandanblätter, halbiert(quer, nicht längs)

etwa 10 Zahnstocher

Frittierfett

Marinade:

100ml Ingwersaft( selbst entsaftet, alternativ geht auch Wasser vermischt mit Ingwerpulver)

2EL Sojasoße

1EL Zucker

1/2 TL Pfeffer

1EL Öl (idealerweise Sesamöl)

Zubereitung;

Die Zutaten für die Marinade vermischen und die abgetropften Mock Duck Stücke darin mindestens eine halbe Stunde marinieren. Dann aus der Marinade nehmen(kann man als Würzmittel für ein anderes Gericht aufheben).

Größere Stücke halbieren und kleine Fitzelstücke am besten weg naschen. Jeweils ein halbiertes Pandanblatt um ein Mock-Duck-Stück wicken und mit einem Zahnstocher fixieren. Bei mir ergab die Dose 10 Stück, variiert aber von Dose zu Dose, nehme ich an.

Frittierfett erhitzen und die falschen Entlein darin schön braun braten. Die Blätter werden sich etwas verfärben, geben aber ihr wunderbares Aroma ab. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Als Snack mit süßer Chillisoße(die, die man auch zu Frühlingsrollen isst), pur oder zu einem asiatischen Reisgericht servieren.

Pandan Jelly: natürlich grün gefärbter „Wackelpudding“
Mai 15th, 2010 by veganitaet

Heute zeige ich euch wie man einen grünen Wackelpudding aus Pandan und Agar Agar macht. Dieses Rezept ist wieder aus Malaysia, wo man Gelee aus Agar Agar überall findet, auch in vielen Getränken! Das Jelly wird in der Regel in eine flache Form gegossen und dann in kleine Stücke geschnitten, dass man es mit der Hand essen kann. Meines war dafür etwas zu weich, aber gut zum Löffeln. Will man etwas bissfestere Stücke, muss man einfach mehr Agar Agar zugeben.

Nun zum ominösen Pandan. Pandan, oder genauer Pandanus amarryllifolius, sind lange grüne Blätter, die zum einen wunderbar riechen und zum anderen auch zum intensiv grün färben benutzt werden. In Südostasien benutzt man sie zudem als Raumduft, zum Einwickeln und Aromatisieren von Fleisch(ich werde mal einen Versuch mit Seitan starten) und Reis (dazu einfach Pandanblätter zum kochenden Reis geben). Ich habe meine Pandanblätter im Asia-Laden (bei den Kühlwaren) gekauft. Dort gibt es sie verpackt mit etwa 15 Blättern. Falls jemand diese nicht finden kann oder zu faul ist und trotzdem mal Pandan probieren möchte, gibt es in den meisten Asialäden auch Pandan-Aroma in kleinen Fläschchen.

Den Pandansaft zum Grün färben, dessen Herstellung ich gleich erklären werde, kann man auch für andere Rezepte verwenden, z.B. für giftgrüne Kuchen oder Cocktails.

Zutaten:

für den Pandan- Saft:

8 Pandanblätter

150 ml Wasser

1 Päckchen Agartine (oder 3 TL  anderes Agar Agar Pulver)

500 ml Wasser

150 g Zucker

120 ml Kokosmilch

Zubereitung:

Für den Pandansaft die Blätter in kleine Stücke schneiden und mit den 150ml Wasser in einen Mixer oder eine Küchenmaschine geben und solange mixen bis keine groben Blattstücke mehr vorhanden sind.

Dann einfach alles durch ein Sieb geben und den Saft auffangen. Nun müsste man etwa 100ml Pandansaft haben.

Den Pandansaft mit Kokosmilch mischen. In einem Topf 500ml Wasser, Zucker und Agar Agar etwa 5 Minuten köcheln. Dann Pandan-Kokosmilch hinzufügen und alles noch einmal aufkochen. Dann dan Ganze in kleine Förmchen oder eine große Kuchenform füllen und kühl stellen. Ist das Jelly fest, umstülpen oder in kleine Stücke schneiden. Nicht wundern, die Kokosmilch setzt sich beim Kühlen vom Wasser ab und bildet so zwei Schichten, was aber sehr hübsch aussieht.

Kuih Lapis (sprich: Kweh Lappis): malaysischer Süßkram
Mai 3rd, 2010 by veganitaet

In meinem ersten veröffentlichten Rezept möchte ich euch eine authentische Süßigkeit aus Malaysia vorstellen: Kuih Lapis, übersetzt heißt das soviel wie Schichtkuchen. Das Rezept ist aus einem Kochbuch, das ich mir kürzlich aus meinem Malaysia-Besuch mitgebracht habe. Es war nicht weiter nötig das Rezept zu „veganisieren“, weil alle Inhaltsstoffe von Natur aus vegan sind! In Malaysia gibt es viele verschiedene superleckere Varianten dieser Kuihs, die in vielen Fällen vegan sind und aus Kokosmilch, Palmzucker, Reismehl oder Agar Agar bestehen. Es dürfte kein Problem sein alle Zutaten hier im Asialaden und Supermarkt zu finden!

Allen, die die künstliche Farbe abschreckt, kann ich empfehlen entweder die Masse ohne Schichten am Stück zuzubereiten(geht dann auch wesentlich schneller und wird geschmacklich kein Unterschied sein)oder den Teig mit Pandanblättern aus dem Asialaden natürlich giftgrün zu färben.

Zutaten:

200g Reismehl(normales Reismehl, kein Klebreismehl oder auch Glutinous Rice Flour genannt)

1 1/2 EL Tapiokamehl (beide Mehlsorten dürften in jedem Asialaden zu finden sein)

160ml Wasser

200g feiner Zucker oder Puderzucker (bei braunem oder Rohrzucker wird der Teig wahrscheinlich relativ bräunlich)

300ml dickere Kokosmilch (ich habe ganz normale aus dem Tetrapack verwendet, falls ihr Kokosmilch aus der Dose verwendet, benutzt vor allem die dicke Creme, die sich oben in der Dose absetzt)

450ml Wasser

einige Tropfen rote Speisefarbe (ich habe Back-und Speisefarbe von Schwartau benutzt. Laut einer vegan.de Anfrage ist das in der Zutatenliste angegeben E124 synthetisch hergestelltes Cochenillerot, dieser Kram aus zermatschten Läusen, und nicht natürliches E120)

Zubereitung:

In einer Schüssel beide Mehlsorten vermischen und mit 160ml Wasser zu einem festen knatschigen Teig kneten. So 1 bis 2 Stunden stehen lassen. Dieser Arbeutsschritt dient wahrscheinlich dem Aufquellen des Mehls.

Die restlichen Zutaten hinzufügen(außer die Farbe)und so lange mischen bis ein relativ flüssiger Teig entstanden ist. Dann in zwei gleiche Hälften teilen. Den einen Teig dann mit ein paar Tropfen Farbe rosa färben.

Nun braucht ihr am besten eine kleine eckige Form(20x20cm)oder auch eine runde Kuchenform. Einfetten ist nicht nötig, da der Kuchen gedämpft und nicht gebacken wird!

Ich habe zwar einen Reiskocher mit Dämpfeinsatz, aber meine Form war leider zu groß. Also habe ich eine große Pfanne genommen, einen umgestülpten kleinen Kaffeeteller in die Mitte gelegt und das ganze dass mit Wasser befüllt. Die Form habe ich auf den Teller gestellt und dann den Deckel draufgemacht. Nun wird das Wasser erhitzt und die Form für ein paar Minuten durch das Dämpfen erhitzt. Das ist eine etwas wackelige Konstruktion, aber ich war mit dem Endergebnis ganz zufrieden auch wenn ich die ganze Zeit Angst hatte, der kleine Teller würde von der Hitze zerspringen! 🙂

Nun werden nach und nach die Lagen in die Form gegossen: dafür immer vorm eingießen den Teig umrühren, weil das Reismehl sich sonst am Schüsselboden absetzt! Mit einer dünnen Schicht rosa Teig beginnen. Wie viel Teig ihr nehmt liegt an euch, wie viel Arbeit ihr euch machen wollt und wie viele Lagen es werden sollen. Für gleichmäßige Lage beide e Teige am besten in Messbecher füllen, so weiß man immer, wie viel man hineingegossen hat. Ich habe darauf nicht so viel Wert gelegt, daher sind meine Lagen auch etwas ungleichmäßig.

Ihr wartet immer so um die 5 Minuten bis die Oberfläche fest geworden ist und gießt dann eine neue Lage drauf. Das Gute am dämpfen ist, dass nichts anbrennen kann, die einzige Gefahr besteht darin dass kein Wasser mehr in der Pfanne ist, falls ihr mal träumt.

Für die letzte Schicht träufelt man noch ein paar Tropfen rote Speisefarbe in den rosa Teig und schließt mit dieser Schicht ab.

Danach ist das Kuih Lapis fast fertig, es muss nur noch abkühlen und in beliebige Formen geschnitten werden. In Malaysia schneidet man sie in der Regel rautenförmig.

Falls ihr euch wundert, wie das Ganze schmecken soll: eigentlich wie eine Art Pudding, den man aber mit der Hand essen kann. Und das beste an dieser Sorte, man kann die Lagen einzeln abpulen und genießen!


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