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Vegane Quiche mit Sauerkraut und Sojahack
Mai 24th, 2010 by veganitaet

Diese Quiche war eine wirklich sehr gelungene Improvisation aus so einigen Resten, u.a. vom Deutsch Doodle Dang. Die Quiche besteht aus einem schlichten Mürbeteig, der mit Sauerkraut ausgelegt wird, dann kommt eine Schicht Zwiebeln, Sojahack und Sellerie und zum Schluss ein Guss aus angedickter Sojamilch, Kartoffelpüree und Tofu. Hat irgendwie sehr „deutsch“ geschmeckt und hatte auch  einen Tick etwas von Zwiebelkuchen. Hat auch Nicht-Veganern sehr gut geschmeckt und ich wurde sogar gefragt, ob da wirklich kein Käse drin ist. 🙂

Zutaten:

für den pikanten Mürbeteig:

300g Mehl

200g Margarine

2 EL Wasser

1TL Salz

Füllung:

3/4 Tasse Soja-Granulat (Soja-Hack, TVP)

2EL Gemüsebrühepulver

1EL Sojasoße

1EL Zucker

1/2 Zwiebel

1 Stange Staudensellerie

2TL Gyros-Gewürz (Paprika, Muskat, Kreuzkümmel, etc.)

1TL Knoblauchpulver

1/2 Tüte Alnatura Sauerkraut (oder eben 250g anderes Sauerkraut)

Guss:

1/2 Block Tofu

500ml Sojamilch

2EL Speisestärke

1 Tasse Kartoffelpüree

1/2 TL Muskat

1EL Nährhefeflocken

Pfeffer

Salz

Semmelbrösel oder Grieß

Zubereitung:

Zunächst den Teig herstellen. Dafür Margarine, Mehl und Salz verkneten bis ein glatter Teig entsteht, gegebenenfalls mehr Wasser oder Mehl hinzufügen. Alles zu einer Kugel formen und in den Kühlschrank stellen. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten.

Soja-Granulat in einem Topf mit Wasser bedecken, Gemsebrühe, Sojasoße und Zucker hinzufügen und so lange kochen bis sie weich sind. Alles abtropfen.

Zwiebeln und Sellerie in kleine Stücke schneiden. In etwas Öl anbraten und Sojahack dazugeben. Alles mit Gyros-Gewürz, Knoblauch und nach Bedarf Salz würzen. Beiseite stellen.

Für den Guss die Sojamilch aufkochen und die Speisestärke in etwas kaltem Wasser anrühren. Die kochende Sojamilch vom Herd nehmen und die Speisestärke darunter rühren. Alles noch einmal aufkochen und vom Herd nehmen. Den Tofu hinein bröseln und Kartoffelpüree und restliche Gewürze hinzufügen.

Nun den Teig aus dem Kühlschrank holen. Eine 28cm-Tarte-Form (eine 26cm-Springform geht zur Not auch) einfetten und mit dem Teig auskleiden. Dafür kann man den Teig ausrollen und in die Form geben oder wie ich einfach in die Form geben udn mit den Händen hinein drücken, finde ich etwas weniger umständlich.

Damit der Teig nicht einmatscht, den Boden mit Semmelbröseln oder Grieß bestreuen. Das Sauerkraut verteilen, danach die Hackmischung darauf geben und alles mit dem Guss übergießen. Das sah bei mir dann so aus:

Das Ganze muss dann mindestens 45 Minuten bei 200°C backen. Ich war anfangs etwas skeptisch ob mein selbst zusammengepanschter Guss wirklich fest werden würde, aber nachdem er eine ganze Weile im Ofen und oben schön braun war, war die Quiche schnittfest und sehr lecker!

Vegan Deutsch Doodle Dang: Hot Dog einmal anders
Mai 22nd, 2010 by veganitaet

Was das für ein bescheuerter Name sein soll? Deutsch Doodle Dang ist ein Hot-Dog von einer amerikanischen Kette, die ich in Asien gesehen habe. Ich fand den Namen immer äußerst amüsant und ebenso die Idee einen Hot Dog im deutschen Stil zuzubereiten.

Was hier natürlich nicht fehlen darf? Sauerkraut und Kartoffeln!

Zutaten (für 4 Hot Dogs):

4 Hot Dog-Brötchen

4 vegane Würstchen (ich war zu faul selber welche zu kneten, werde mich aber noch daran versuchen; toll zu Hot Dogs schmecken die Frankfurter von Alnatura aus Seitan und Tofu!)

vegane Mayonnaise (fertig gekauft oder zubereitet wie hier, ein wirklich tolles Rezept!)

1 Tasse fertiges Sauerkraut

2 Kartoffeln (für Kartoffelpüree, alternativ fertiges Pulver verwenden)

100ml Sojamilch

1/2 TL Salz

Pfeffer

Muskat

eingelegte saure Gurken(etwa 3)

Röstzwiebeln

Ketchup

Blattsalat

Zubereitung:

Zuerst das Kartoffelpüree und gegebenenfalls die Mayonnaise herstellen. Hierfür die Kartoffel schälen und weich kochen. Dann die Kartoffeln zerstampfen, mit Sojamilch verrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Die Brötchen im Ofen oder über dem Toaster etwas erwärmen, aufschneiden, mit Kartoffelpüree bestreichen und die restlichen Zutaten beliebig anordnen. Fertig ist der Deutsch Doodle Dang! 🙂


Pierogi(Piroggen) mit Sauerkraut- und Kartoffel-Tempeh-Füllung
Mai 18th, 2010 by veganitaet

Diese Piroggen(eine polnische Spezialität) waren eine Improvisation aus Zutaten, die bei mir so rumflogen. Sie brauchen zwar etwas Zeit, aber solange man etwas Mehl, Sauerkraut oder Kartoffeln im Haus hat, kann man schon Piroggen zubereiten. Der Teig besteht nur aus wenigen Zutaten und füllen lassen sie sich u.a. auch mit Pilzen, Kartoffelpüree, Tofu, usw.

Zutaten (für etwa 25 Piroggen, machen etwa 4 hungrige Leute satt):

für den Teig:

2 Tassen Mehl

1/2 Tasse warmes Wasser

1/4 Tasse Öl

1TL Salz

Füllung mit Sauerkraut:

etwa 2/3 Tasse Sauerkraut

1/2 Tasse in Gemüsebrühe gekochtes Sojagranulat oder Sojahack (TVP)

Füllung mit Kartoffel und Tempeh:

1/2 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1/4 Tempeh-Block

2 Kartoffeln

eine handvoll grüne Bohnen oder Erbsen

2EL Nährhefeflocken

2EL Gemüsebrühepulver

Pfeffer

Muskat

S0ße:

1 EL Margarine

2 EL Nährhefeflocken

2EL Mehl

200 ml Wasser

1 Schuss Weißwein (kann bei Bedenken wegen Gelatine auch weggelassen werden)

100ml Sojasahne oder Sojamilch

1TL getrockneter Majoran

Zubereitung:

Aus den Teigzutaten einen glatten nicht klebrigen Teig herstellen, gegebenenfalls mehr Wasser oder Mehl hinzufügen. Etwa 30 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Füllungen zubereiten.

Die Kartoffeln mit Schale weich kochen. Tempeh in kleine Würfel schneiden, Zwiebel und Knoblauch ebenfalls hacken. Tempeh in einem Topf mit Wasser bedecken und Gemüsebrühe und Nähefeflocken hinzugeben. Einige Minuten köcheln bis die meiste Flüssigkeit verschwunden ist. Wenn die Kartoffel gegart sind, in kleine Stücke schneiden(ich habe aus Faulheit und weil ich Kartoffelschale ganz lecker finde sie einfach drangelassen). In etwas Öl Zweibeln und Knoblauch anbraten und Kartoffeln, Tempeh-Würfel und Bohnen hinzugeben. Alles mit Pfeffer und Muskat, gegebenenfalls noch etwas Salz, abschmecken. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. Das Ganze sah bei mir dann so aus (habe viel zu viel Füllung zubereitet und habe den Rest eingefroren):

Für die Sauerkraut-Füllung das fertige Sauerkraut abtropfen lassen und in einer Schüssel mit dem Sojahack vermischen. Ich habe diese Füllung einfach so verwendet, man könnte das Sauerkraut allerdings auch noch mit Lorbeerblättern kochen, wie mir ein polnischer Freund verriet, um sie ganz authentisch zuzubereiten. Passend wäre vielleicht auch noch Kümmel, aber das kann ich gar nicht leiden.

Schließlich muss der Teig ausgerollt werden. Hierfür immer etwas vom Teig abnehmen und ausrollen, ansonsten ist es schwierig ihn schön dünn zu rollen. Kreise mit einem Ausstecher oder einem großen Glas ausstechen und etwas Füllung in die Mitte geben. Den Teig zusammenschlagen, zusammendrücken und nach Wunsch die Ränder mit einer Gabel verzieren. So verfahren bis der Teig aufgebraucht ist. Immer aufpassen die Pierogis nicht zu überfüllen, sonst platzen sie auf!

Zum Schluss Wasser in einem großen Topf erhitzen und die Piroggen einige Minuten kochen. Herausnehmen, abtropfen lassen und schließlich in etwas Öl in einer Pfanne (am besten noch zusammen mit Zwiebelstückchen) braun braten. Man muss die Piroggen natürlich nicht braten, sondern kann sie auch gekocht oder in der Suppe wie Maultaschen essen, ich finde, sie schmecken aber angebraten am allerleckersten!

Nun noch die Soße zubereiten: Margarine in der Pfanne schmelzen und alle restlichen Zutaten hinzufügen. Etwas köcheln bis die Soße andickt und abschmecken. Mit den fertigen Piroggen anrichten.


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