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Vollkorn-Zwiebel-Fladen mit Joghurt-Guss und Seitan-Wurst
Aug 23rd, 2010 by veganitaet

Hier habe ich frei Schnauze einen Vollkorn-Hefeteig hergestellt und darauf kleine Fladen gemacht. Ich wollte daraus ein möglichst uriges Gericht kreieren, ein bisschen wie diese Brote, die es auf manchen Mittelaltermärkten zu kaufen gibt.

Die Seitanwurst könnt ihr durch Räuchertofu ersetzen oder einfach nach meinem Seitan-Baukasten zubereiten(mit Tomatenmark, Sojasoße, Paprika, Muskat, etc.), in Alufolie gewickelt backen und dann am besten mit einer Brotschneidemaschine in ganz dünne Scheiben schneiden.

Da ich das Gericht nur für zwei Personen zubereitet habe(die Fladen stopfen ganz schön) hatte ich noch die Hälfte des Teiges übrig und habe daraus am nächsten Tag eine Art Vollkorn-Naan (indisches Fladenbrot) mit scharf-würzigem Grünkohl zubereitet.

Zutaten (für 4 Personen):

400g Weizenvollkornmehl (plus zusätzliches falls der Teig zu sehr klebt)

1 TL Trockenhefe (oder ein Beutel)

1 EL Agavendicksaft

4 EL Olivenöl

250ml lauwarmes Wasser

1/2 TL Salz

1/2 TL gemahlener Kümmel

500g Soja-Joghurt(natur von Provamel oder Sojade, o.ä., nur bitte nicht den von alpro, der jetzt nach Vanille schmeckt!)

1/2 TL Knoblauch-Granulat oder ein bis zwei Zehen Knoblauch

1/2 TL Salz

1/2 TL gemahlener Kümmel

1/2 TL grober Pfeffer

1 EL Nährhefeflocken

2  große Zwiebeln

1 Frühlingszwiebel

Seitan-Wurst-Scheiben oder in Würfel geschnittener angebratener Räuchertofu

etwas ganzer Kümmel

Zubereitung:

Alle Zutaten für den Teig vermischen und kneten, bis ein glatter, nicht mehr klebriger Teig entsteht. Etwa eine halbe stunde ruhen lassen, nochmals durchkneten und zu 4 bis 6 Fladen formen, je nachdem, wie groß man sie haben möchte. Die Ränder etwas dicker lassen, damit der Guss nicht hinunter fließt.

Alle Zutaten für den Guss anrühren. Zwiebel in dünne Scheiben schneiden und die Fladen reichlich mit den Zwiebelringen belegen. Vorsichtig mit dem Guss bedecken und im Backofen bei 200°C etwa eine halbe Stunde backen.

Mit Seitan-Wurst, in Ringe geschnittene Frühlingszwiebel und Kümmel bestreuen.


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Seitan-Burger mit selbstgemachter Zwiebel-Barbecue-Soße
Aug 23rd, 2010 by veganitaet

Nun habe ich endlich mal probiert Seitan-Hack zu machen und es hat außerordentlich gut funktioniert. Mit diesem Rezept kann man somit sehr „authentische“ Burger-Patties aus Hack herstellen oder das Seitan-Hack für andere Rezepte weiter verwenden.

Zutaten (für drei Personen; 6 Burger):

Seitan-Hack:

trockene Zutaten:

1 Tasse Gluten

4 EL Nährhefeflocken

4 TL Paprikapulver

1/2 TL Muskat

1/2 TL Cayennepfeffer

1/2 TL Pfeffer

1 TL Salz

1 TL Zucker

flüssige Zutaten:

3/4 Tasse Wasser

7 EL Sojasoße

2 EL Ketchup

1/2 EL Essig

2 EL süßer Senf

1/2 EL Agavendicksaft

1/2 Zwiebel, gehackt

5 EL Klebreismehl (damit lässt sich das Hack hervorragend zusammen kleben; alternativ kann man es auch mit Stärke versuchen, aber das Klebreismehl, gibts im Asialaden, funktioniert hier wirklich gut!)

3 EL Wasser

Zwiebel-Barbecue-Soße:

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

Saft aus einer halben Limette

3 Cocktailtomaten

1/2 TL Liquid Smoke

2 EL Ketchup

1 TL Karamell-Sirup

Salz

grober Pfeffer

außerdem:

6 Burger-Brötchen

Knoblauchmargarine (selbst angerührt aus etwas Margarine, recht viel Salz und zerdückten Knoblauchzehen)

grüner Salat

Tomatenscheiben

vegane Mayo

Ketchup

andere Soßen wie Knoblauchsoße (gibt es fertig in kleinen Glasflaschen zu kaufen, eine weiße Soße, die überraschenderweise von den Eigenmarken oft vegan ist)

weitere Zuaten nach Belieben(Gurken, Saure Gurken, Röstzwiebeln…)

Zubereitung:

Für das Hack alle trockenen Zutaten vermischen. Alle flüssigen Zutaten vermischen und miteinander gut verkneten. Den Seitanklumpen etwa 30 Minuten dämpfen( weitere Möglichkeiten, sie hier). Aber besser nicht kochen, da sonst alle Gewürze wieder heraus gespült werden.

Den fertigen Seitan in einen Mixer oder ien Küchenmaschine geben und kurz mixen, sodass der Seitan eine Hack-ähnliche Konsistenz erhält.

In einer Schüssel mit gehackter Zwiebel, Wasser und dem Klebreismehl verkneten. Man sollte aus dem Hack problemlos Patties formen können, falls nicht,etwas mehr Klebreismehl hinzufügen. 6 bis 8 Patties formen.

Für die Soße Zwiebel in Ringe schneiden, Knoblauch pressen, Tomaten fein hacken. Zwiebel in einer Pfanne braun anbraten…

…und in eine Schüssel geben. Restliche Zutaten hinzufügen und abschmecken.

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Patties von beiden Seiten schön braun braten.

Patties auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Burgerbrötchen im Backofen oder über dem Toasten erwärmen.

Untere Hälfte mit Knoblauchmargarine bestreichen, Barbecue-Soße darauf verteilen, mit Tomatenscheiben bedecken,

Burger-Pattie darauf legen, mit Mayonaise bestreichen, Salat und obere Burgerhälfte drauf legen.

Weitere Soßen dazu reichen und genießen.


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Basis-Seitan-Baukasten
Jul 13th, 2010 by veganitaet

Ich dachte ich er kläre hier mal, wie man ganz einfach die verschiedensten Arten von Seitan zubereiten kann, damit ich das nicht bei jedem Rezept neu erklären muss und ihr euch selbst eure ganz eigenen Seitane (hmm..wie ist der Plural von Seitan!?) kreieren könnt! Im Grunde genommen ist es ganz einfach: man muss nur eine Menge Gluten mit ungefähr der gleichen Menge Flüssigkeit(etwas weniger finde ich auch manchmal angebracht) vermischen. Zum Gluten könnt ihr alle möglichen Gewürze benutzen und für die Flüssigkeit alle möglichen Soßen oder pürierte Bohnen, Tofu….

Konsistenz

Generell müsst ihr euch vorher überlegen, wie ihr euren Seitan haben wollt. Wenn er eher fest und zäh(sagen wir mal wie ein Steak) sein soll müsst ihr den „Teig“ mit weniger Flüssigkeit herstellen und nehmt am besten nur Gluten(keinen Tofu oder andere Mehle).

Soll der Seitan eher zart sein(vielleicht für Geschnetzeltes)könnt ihr dem „Teig“ noch Kichererbsenmehl, Tapiokamehl oder pürierten Tofu oder Bohnen beigeben.

Garmethoden

Ich finde, dass es ganz wichtig ist, wie man den Seitan gart. Bei Kochen im Würzsud geht meiner Meinung nach der meisten Geschmack aus dem Seitan raus und an verschwendet viel zu viel  Gewürze. Außerdem wird der Seitan beim Kochen oftmals zu weich und gummi-mäßig.  Die beste Methode Seitan zu garen ist meiner Meinung nach immer noch das Dämpfen(je nach Größe variiert die Garzeit, minimal 25 Minuten).

Da aber nicht jeder ein Gerät zum Dämpfen oder ein Dämpfsieb für einen normalen Kochtopf hat, klappt es auch sehr gut, Seitan fest in Plastiktütchen (Gefrierbeutel oder Frühstücksbeutel) zu verschließen und in Wasser zu kochen. so werden sie quasi im Beutel gedämpft.

Wem das immernoch zu umständlich erscheint, der kann kleinere Seitanstücke(zum Bsp. ein fertig geformtes Steak) auch einzeln in der Mikrowelle garen. Dafür eine geringe Wattzahl (z.B. 60Watt) wählen und das Seitanstück 10 bis 15 Minuten garen und zwischendurch wenden.

Dann kann man Seitan natürlich auch noch im Ofen garen. Das geht am besten wenn man Aufschnitt zubereiten will. Dafür rollt man den Seitan am besten in dicke Rollen, wickelt ihn in Alu-Folie, zwirbelt beide Enden zu(sieht dann zum Schluss ganz wurst-mäßig aus) und backt das Ganze dann etwa eine Stunde.

Als einzige Garmethode fällt mir dann nur noch frittieren ein. Das geht, um rohen Seitan zu garen, aber nur mit ganz kleinen Stückchen, da sonst der Seitan innen noch ganz gummi-artig ist.

Generell kann man den gedämpften, gekochbeutelten und gemikrowellten Seitan sehr gut zu allen möglichen Gerichten weiterverarbeiten. Mann kann den so gegarten Seitan hervorragend einfrieren und hat dann immer etwas Seitan parat, den man nur noch anbraten muss. Zudem eignet sich dieser Seitan super zum Grillen und übertrifft jede gekaufte (meiner Meinung nach viel zu weiche und geschmacklose) Soja-Wurst!

Zutaten:

feste Zutaten:

2Tassen Gluten (Weizen-Eiweiß, gibt’s in 5kg-Säcken bei veganwonderland oder auch bei manchen großen Bäckereien ziemlich billig)

1 Tasse wahlweise „Weichmacher“: Kichererbsenmehl(Gram Flour aus dem Asia-Laden), Tapiokamehl, bzw. -stärke(auch aus dem Asia-Laden), Sojamehl(Reformhaus, Bioladen…), andere selbstgemahlene Mehle aus Hülsenfrüchten

Gewürze(hier richtig übertreiben, Seitan schmeckt sonst nach nichts!): Muskat, Paprika, Kreuzkümmel, Knoblauch, Piment, Pfeffer, Chilli, getrocknete Kräuter, Currypulver…

1/2 Tasse Nährhefeflocken(optional)

2TL Salz oder mehr

2El Zucker(je nachdem, ob man süßliche Soßen benutzt, dann weniger)

andere Zutaten wie gehackte Zwiebeln, Oliven, getrocknete Tomaten, Pilze, Paprika… (jedoch muss man wissen, dass es etwas schwierig ist solche festen, nicht pulverisierten Bestandteile in den Seitan-Teig einzuarbeiten, da ein Großteil wieder herausfällt! Zwiebel kann man inkorporieren, indem man sie mit den flüssigen Zutaten püriert)

1 Tasse pulverisiertes Soja-Granulat (TVP), am besten in der Tüte lassen und mit einem Nudelholz zu Pulver verarbeiten(auch optional)

flüssige Zutaten:

2 Tassen Wasser

10 EL Tomatenmark (optional)

1 pürierter Block Tofu(optional)

oder eine Dose pürierte Kidneybohnen, Kichererbsen oder andere Bohnen(optional)

1 pürierte Zwiebel (optional)

6El Sojasoße

2EL Liquid Smoke (schmeckt dann wirklich sehr authentisch fleischig, gibt’s in mexikanischen Online-Shops)

beliebige Mengen Soßen(hervorragend, um Soßenreste zu verbrauchen!) wie Ketchup, Senf, Chillisoße, etc.

Zubereitung:

Alle festen Zutaten vermischen. In einer separaten Schüssel alle flüssigen Zutaten vermischen und dann alles vermengen. Das Resultat sollte ein gut knetbarer, nicht zu weicher Gummi-Teig sein. Wenn das Resultat zu trocken ist, einfach mehr Wasser hinzufügen und umgekehrt mehr Gluten. Falls ihr euch unsicher seid, könnt ihr auch ein kleines Stückchen in den Mund nehmen und mal probieren. Kaut sich wie Kaugummi , am besten wieder ausspucken! Aber man kann so ganz gut schmecken ob noch Salz oder ein anderes Gewürz fehlt. Nun kann man den Seitan-Klumpen so wie er ist garen und anschließend abkühlen lassen und in Stücke schneiden(Seitan wird beim Abkühlen immer nochmal fester). Oder man formt die Seitanstücke jetzt schon so wie man sie haben will und gart sie, wie man möchte. Man muss nur beachten, dass die Seitanstücke, außer beim backen in Alufolie, immer nochmal größer werden und nicht ganz ihre Form behalten.

Nach dem Garen kann man den Seitan einfach so essen, aufs Brot, angebraten, frittiert, mariniert, geraspelt als Hackfleisch…

Man kann fertigen Seitan sogar in kleinen Stückchen in einem Dörrgerät dörren(gibt es schon ganz günstig gebraucht bei ebay für um die 15€) und dann jederzeit wieder in stark gewürzter Brühe wie  getrocknete Sojaprodukten(TVP) aufkochen.

HAIL SEITAN!!!


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Argentinisches Anti-Schland-Menü mit Seitan-Steak, Asado-Salsa, Kochbananen und Quinoa-Suppe
Jul 13th, 2010 by veganitaet

Kommt ein bisschen arg verspätet, aber egal! War wirklich sehr sehr lecker!

Das Seitan-Steak wurde mariniert, im Ofen gebacken und dann nochmal knusprig gebraten. Dazu gab’s eine leckere fruchtige Tomaten-Salsa,  gebackene Kochbananen-Scheiben und eine einfache Quinoa-Gemüse-Suppe, da ich nur mit viel Mühe im Internet überhaupt ein vegetarisches argentinisches Gericht gefunden habe. Zum Glück gibt’s Seitan! Argentinisches Essen ist, wie ich herausgefunden habe stark von der italienischen Küche beeinflusst, weswegen u.a. auch viel Oregano auftaucht.

Zutaten: (für etwa 4 Personen):

für die Steaks:

ein Klops Basis-Seitan

2 Knoblauchzehen

250 ml trockener Rotwein (klar, Wein könnte immer mit Gelatine geklärt sein, ich muss aber gestehen, dass ich in dieser Hinsicht nicht so streng bin, da es sich bei der Gelatine wirklich nur um einen ganz winzigen Bruchteil handelt. Es gibt aber auch Weine, die explizit vegan sind!)

200ml Olivenöl

1 EL Oregano

1 EL Thymian

1El Rosmarin (ich habe nur getrocknete Kräuter verwendet, mit frischen schmeckt es aber bestimmt noch einmal besser)

1 EL grob zermahlener Pfeffer

2EL Senf

Asado-Salsa:

2 Knoblauchzehen

2 Zwiebel

1 EL Olivenöl

4 Cocktailtomaten

5EL Tomatenmark

Saft aus einer Limette

1 EL Ahornsirup

1TL getrockneter Oregano

1/2 Bund frischer Koriander

1 Frühlingszwiebel

1/2 TL Salz

1/2 TL grob gemahlener Pfeffer

1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel

1/2 TL Chilli-Flocken oder -Pulver

für die Kochbananen-Scheibchen:

2 Kochbananen (mit grünen werden sie eher knusprig wie Chips und mit sehr reifen weich und süßlich, schmeckt beides gut!)

etwas Öl

Salz

für die Quinoa-Gemüsesuppe:

1/4 Kopf Weißkohl

2 Karotten

2 Frühlingszwiebeln

200g Quinoa

1EL Olivenöl

etwa 700ml Wasser

1 1/2 EL Gemüsebrühe-Pulver

1/2 TL Paprika-Pulver

1/2 TL Kreuzkümmel

1/2 TL Zucker

Zubereitung:

Für die Steaks einen Klops Seitan nach dem Grundrezept zubereiten und hauptsächlich mit Tomatenmark und den Gewürzen, die sich auch in der Marinade befinden, würzen. Garen(ich habe meinen gedämpft) und abkühlen lassen(dann wird er noch fester). Mit einem scharfen zackigen Messer oder einer Brotschneidemaschine in Scheiben schneiden. Alle Zutaten für die Marinade in einer flachen Auflaufform oder irgendeiner ofentauglichen Schale mischen und die Seitan-Scheiben nebeneinander hineinlegen. Im Ofen bei 200°C etwa eine halbe Stunde backen und marinieren und zwischendurch wenden. Zum Schluss sollte der Großteil der Marinade verdunstet sein. So sah es bei mir aus:

Die Steaks nun auf einem Küchentuch etwas abtropfen lassen und zum Schluss knusprig anbraten. Die Mühe lohnt sich wirklich, eine der besten Steaks, die ich je gegessen habe!

Für die Salsa Tomaten, Zwiebeln, Frühlingszwiebel, Koriander und Knoblauch fein hacken. Zwiebeln und Knoblauch in Öl anbraten, bis sie glasig sind und von der Herplatte nehmen. Limettensaft auspressen und mit Tomatemark, Sirup, und den Gewürzen mischen. Restliche Zutaten untermischen und bis zur Fertigstellung des Gerichts durchziehen lassen(kann auch in den Kühlschrank, wird kalt gegessen.

Für die Kochbananen-Scheiben Kochbananen schälen und in Scheiben schneiden. Auf einem Backblech verteilen und mit etwas Öl bepinseln. Im Ofen bei 200°C etwa 20 Minuten backen bis sie leicht angebräunt sind. Zum Schluss nur noch salzen.

Für die Suppe Karotten, Kohl und Frühlingszwiebeln klein schneiden. Öl in eine Topf erhitzen und Gemüse anbraten. Quinoa hinzugeben und kurz mit anbraten. Dann das Wasser dazugeben. Gemüsebrühe hineinrühren und etwa 15 Minuten kochen bis das Quinoa gar ist. Würzen und nun zusammen mit den anderen Köstlichkeiten servieren.




Malaysisches Fingerfood: „Ente“ in Pandanblättern
Jun 2nd, 2010 by veganitaet

Hier habe ich ein sehr leckeres malaysisches Gericht nachgekocht. In Malaysia wird es klassich mit Hühnchen zubereitet, man bekommt dort aber auch in Supermärkten die fertige tierfgekühlte vegane Version, wenn es die nur hier gäbe… Schluss mit Jammern dachte ich mir, einfach selber machen!

Pandanblätter sind herrlich duftende Blätter, die man in den meisten Asia-Läden bekommt, siehe auch hier.

Als Fleischersatz habe ich „Mock Duck“ aus der Dose aus dem Asialaden genommen. Das gibt es mittlerweile auch bei veganwonderland. Alternativ kann man hier auch seine eigene Seitan-Kreation verarbeiten.

Ach ja, und noch ein wichtiger Zusatz: Die Pandan-Blätter nicht mitessen(sind nicht giftig, nur nicht sonderlich kaubar)! Man wickelt die Päckchen vor dem Essen aus und schmeißt die Blätter danach weg.

Zutaten:

eine Dose „Mock Duck“

etwa 5 Pandanblätter, halbiert(quer, nicht längs)

etwa 10 Zahnstocher

Frittierfett

Marinade:

100ml Ingwersaft( selbst entsaftet, alternativ geht auch Wasser vermischt mit Ingwerpulver)

2EL Sojasoße

1EL Zucker

1/2 TL Pfeffer

1EL Öl (idealerweise Sesamöl)

Zubereitung;

Die Zutaten für die Marinade vermischen und die abgetropften Mock Duck Stücke darin mindestens eine halbe Stunde marinieren. Dann aus der Marinade nehmen(kann man als Würzmittel für ein anderes Gericht aufheben).

Größere Stücke halbieren und kleine Fitzelstücke am besten weg naschen. Jeweils ein halbiertes Pandanblatt um ein Mock-Duck-Stück wicken und mit einem Zahnstocher fixieren. Bei mir ergab die Dose 10 Stück, variiert aber von Dose zu Dose, nehme ich an.

Frittierfett erhitzen und die falschen Entlein darin schön braun braten. Die Blätter werden sich etwas verfärben, geben aber ihr wunderbares Aroma ab. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen.

Als Snack mit süßer Chillisoße(die, die man auch zu Frühlingsrollen isst), pur oder zu einem asiatischen Reisgericht servieren.

Orientalischer Aprikosen-Seitan mit Zucchiniröllchen und Maniok-Pommes
Mai 5th, 2010 by veganitaet

Heute wollte ich wieder mal etwas völlig Neues kochen. Hierzu modelte ich ein Orientalisches Fleischgericht um, überlegte mir eine gute Seitan-Rezeptur und wählte als Gemüsebeilage mit Sojajoghurt und Walnüssen gefüllte Zucchini und aus Langeweile an Kartoffeln im Ofen gebackene Maniok (auch Cassave gennannt)-Schnitzchen. Dieser erste Versuch mit Maniok war wirklich überraschend lecker, da kann ich gar nicht verstehen, warum Maniok lediglich als unnahrhaftes Armenessen abgestempelt wird! Wenn man sie dann auch noch als Maniok-Pommes anbietet sind sie bestimmt der Renner beim Freunde bekochen und beeindrucken, haha. 🙂

Alles in allem hat dieses Gericht schon ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen. Den Seitan kann man aber auch schon im Voraus in größeren Mengen zubereiten und einfrieren. Ansonsten ist das Gericht wirklich leichter zu kochen, als es klingt! Man benötigt lediglich ein paar Zutaten aus dem Asialaden(wobei es mancherorts auch Maniok in großen Supermärkten gibt) und schon kann’s losgehen…

Dann fang‘ ich mal zuerst mit dem Seitangericht an, schließlich muss man das Gericht nicht in dieser Kombi kochen. Dieser orientalische Seitan ist wirklich saulecker und ich werde ihn bestimmt wieder kochen. Es wäre sicherlich auch eine Super-Beilage zu Couscous oder Gewürzreis!

Ich stelle Seitan immer gerne selbst unterschiedlich her und experimentiere mit unterschiedlichen Konsistenzen. In vielen Rezepten wird ja oft schon nach fertigen Seitan gefragt. Ich war immer nicht so zufrieden mit dem Basis-Seitan, den man in Gemüsebrühe kocht. Vielmehr bevorzuge ich es die ganzen Gewürze schon in die Seitanmasse rein zu kneten und das Ganze schließlich zu dämpfen. Ja, schon wieder dämpfen! Die Idee kam mir, als ich mich darüber ärgerte, dass beim Kochen immer alle Gewürze wieder aus dem Seitan rausgeschwemmt wurden und der Seitan beim Backen zu trocken wurde(es sei denn, man backt ihn für Aufschnitt in Alufolie). Beim Dämpfen gart der Seitan, brennt aber nicht an oder trocknet. Diese Methode finde ich ideal, auch besonders zum Vorbereiten auf’s Grillen. Hierfür werde ich aber nochmal einen Artikel schreiben..Seitan ist wirklich eine Wissenschaft für sich!

Zutaten für den Orientalischen Aprikosen-Seitan:

Zutaten für den Seitan:

1 1/2 Tassen Gluten (gibt es relativ günstig in 5kg-Säcken bei veganwonderland)

1/4 Tasse Nährhefeflocken (Achtung, keine Bierhefe!, könnte man zur Not auch Weglassen, dient hier als eine Art Geschmacksversstärker)

1/4 Tasse Kichererbsenmehl (Gram Flour aus dem Asialaden) oder Sojamehl, das macht den Seitan etwas zarter und weniger „gummimäßig“, kann aber auch, falls nicht zur Hand, mit Gluten ersetzt werden.

1TL Salz

3 TL Paprika

2TL Nelkenpulver

2TL Kreuzkümmel

2TL Cayennepfeffer oder Chilli

2TL Muskat

2TL Koriander

2TL Knoblauchpulver

1 Tofu

3/4 Tasse Wasser

1/2 Tasse Tomatenmark

2 EL Sojasoße

2EL Ölivenöl

2EL Liquid Smoke (flüssiger Rauch, erhältlich in mexikanischen Onlineshops wie mex-al.de oder ersetzen mit rauchigen Barbecuesoßen oder eben einfach weglassen, manche können dieses Aroma eh nicht leiden)

(1El Zucker: optional, beim Schreiben des Rezeptes habe ich gemerkt, dass ich diesmal keinen Zucker hinzugefügt habe. Ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden, füge aber normalerweise immer etwas Süße hinzu)

Zubereitung Seitan:

Erst alle trockenen Zutaten vermischen. Die Würzung kann man natürlich je nach Vorlieben variieren, man muss aber wirklich relativ stark würzen, sonst schmeckt man später im Seitan nichts!

Dann alle feuchten Zutaten, auch den Tofu, in der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse verarbeiten. Schließlich alles zu einem Teig kneten. Falls euch die Masse zu matschig vorkommt, einfach noch etwas Gluten hinzufügen, und falls zu trocken eben Wasser.

Nun bereitet ihr den Dämpftopf vor, ideal ist hier ein Reiskocher mit Dämpfeinsatz, ansonsten improvisieren wiehier.

Die Seitanmasse in kleine Stücke reißen und ca. 30 Minuten dämpfen. Wenn man sie dann problemlos kauen kann, sind sie gar und können nun weiterverarbeitet werden…

restliche Zutaten:

100g getrocknete Aprikosen

50g Rosinen

150ml frisch gepresster Orangensaft(ich würde hier auf jeden Fall frischen verwenden!)

(optional etwas Saffran, wenn man mal seinen dekadenten Tag hat)

1TL Balsamico-Essig

1 Zwiebel

4 Knoblauchzehen

1 Tasse Gemüsebrühe

2 EL Mehl

Koriander

Nelkenpulver

Kreuzkümmel

Pfeffer

Salz

frischer Koriander und Minze

Zubereitung:

Aprikosen und Rosinen etwas 1 bis 2 Stunden in Orangensaft, Essig und Saffran einweichen.

Zwiebeln und Knoblauch anbraten und die fertig gedämpften Seitanstücke hinzufügen und solange braten, bis sie größtenteils angebräunt sind. Dann Gemüsebrühe, Aprikosen und Rosinen mit Flüssigkeit, Mehl und Gewürzen hinzufügen und ein paar Minuten kochen. Abschmecken, und fertig!

Zutaten Zucchini-Röllchen:

2 Zucchinis

1 Zwiebel

200g Sojaquark oder -joghurt

2 EL gehackte Walnüsse

Salz

Paprika

Pfeffer

Zubereitung:

Die Zucchini längs halbieren und von jeder Hälfte längs zwei Scheiben abschneiden. Die restliche Zucchini stifteln. Zwiebeln ebenfalls zerkleinern.

Erst die länglichen Zucchinischeiben anbraten, danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Ich habe hier Tofu-Quark von Soyatoo verwendet, den ich neulich entdeckt habe. Man kann aber ebenso Sojajoghurt verwenden, da der Quark auch nicht sonderlich fest ist, sondern eine eher schleimige Konsistenz hat. Da ja aber derzeit der Alpro-Soja Naturjoghurt mit Zucker und Vanille „angereichert“ wurde(ich bin noch nicht dazu gekommen es zu probieren, aber er soll nun nicht mehr so gut für solche pikanten Gerichte zu gebrauchen zu sein), wäre das hier eine Alternative.

Danach die Zucchinistückchen und Zwiebel kurz anbraten und schließlich mit Sojajoghurt, Walnüssen und Gewürzen vermengen.

Die Zucchinischeiben mit Hilfe von Zahnstochern zu Röllchen formen, auf Teller setzen und mit der Joghurtmasse befüllen, geht leicher, als es sich anhört!

Zutaten Maniok-Pommes:

für ein großes Blech:

etwa 3 Maniok

Salz

etwas frischer Zitronensaft

Olivenöl

Die Maniokwürzel schälen und in grobe Stücke schneiden und etwa 10 Minuten in Wasser vorgaren. Dann kann man sie leichter in kleinere Pommes-artige Stücke schneiden, da die Wurzel ansonsten zu hart ist. Die Stücke auf einem Blech ausbreiten, großzügig mit Öl beträufeln und bei 200°C 30 Minuten backen, oder solange bis sie eine bräunliche Farbe erhalten.

Vor dem Servieren salzen und mit frischen Zitronensaft beträufeln, fertig!

Zu dem ganzen Gericht schmeckt ein marokkanischer Minztee gut: einfach restliche frische Minze vom Kochen mit Grüntee, einer Scheibe Zitrone und wahlweise etwas Zucker aufbrühen..mmhhh.. Auch wenn ihr normalerweise keinen Pfefferminztee mögt, Tee aus frischer Minze ist wirklich etwas ganz anderes!





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