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Indonesischer fruchtig-scharfer Sambal-Tempeh und -Tofu (aka Martins neues Lieblingsessen)
Jul 29th, 2010 by veganitaet


Dass ich mal wieder habe nicht von mir hören lassen, lag an meinem kürzlichen Urlaub in Holland. Wie ich dieses Mal feststellen musste ist es ein echtes Paradies für VeganerInnen! Zum Einen gibt es viele süße Aufstriche(wie z.B. Spekulatius-Aufstrich, mmmhh) und zu anderen viele viele indonesische Läden und Restaurants(aufgrund der ganzen Kolonie-Sch*****). Ein besonders leckeres Tempeh-Tofu-Gericht, was ich dort gegessen habe, habe ich nun direkt versucht nachzukochen, was mir auch ganz gut gelungen ist. Das besondere an dieser Zubereitung ist zum Einen die Mischung von Tempeh und Tofu in einem Gericht, was durch die verschiedenen Konsistenzen richtig gut schmeckt, und das Hinzufügen von Kaffir-Limettenblättern. Diese Blätter bekommt ihr im Asia-Laden und sind wirklich ganz entscheidend für den Geschmack dieses Gerichtes! Durch die Blätter schmeckt das Ganze sehr fruchtig und duftet ganz wunderbar!

Zutaten:

jeweils ein Block Tofu und Tempeh

8EL Tomatenmark

6 Schalotten

3 Knoblauchzehen

ein 3 bis 5cm großes Stück Ingwer

10 Kaffir-Limettenblätter

2TL gemahlener Galgant (indonesisches Gewürz, gibt es im Asialaden oder auch im Bioladen mit Hildegard von Bingen-Schriftzug darauf)

1TL gemahlenes Zitronengras (oder frisches)

2 getrocknete rote Chillis

2 El Tamarindenpaste (Asia-Laden) vermischt mit 200ml warmen Wasser

4 EL Palmzucker (Asialaden; andernfalls geht auch Rohrzucker)

2TL Salz

rote frische Chilli und Sesamöl zum Anrichten (optional)

Öl zum anbraten

Zubereitung:

Tempeh und Tofu in Rechtecke schneiden. Recht viel öl in einer Pfanne erhitzen und separat Tofu und Tempeh goldbraun anbraten. Heraus nehmen und abtropfen lassen.

3 der Schalotten würfeln. Restliche Schalotten mit den Gewürzen, Tamarindensaft, Ingwer, Knoblauch und Tomatenmark im Mixer zu einer Paste verarbeiten. Abschmecken und gegebenenfalls nachsalzen und-süßen.

Etwas Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen. Schalotten hinein geben und glasig andünsten. Paste hinzufügen, mit den Zwiebel vermischen und schließlich Tofu, Tempeh und Kaffir-Limettenblätter hinzu geben. Einige Minuten kochen lassen und schließlich mit frischen Chillis und etwas Sesamöl beträufelt servieren.

Dazu passt gut Reis(am besten mit ein paar Pandanblättern gekocht) und grünes Gemüse wie Pak Choi in etwas Sojasoße, Ingwer und Knoblauch angebraten.


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Pierogi(Piroggen) mit Sauerkraut- und Kartoffel-Tempeh-Füllung
Mai 18th, 2010 by veganitaet

Diese Piroggen(eine polnische Spezialität) waren eine Improvisation aus Zutaten, die bei mir so rumflogen. Sie brauchen zwar etwas Zeit, aber solange man etwas Mehl, Sauerkraut oder Kartoffeln im Haus hat, kann man schon Piroggen zubereiten. Der Teig besteht nur aus wenigen Zutaten und füllen lassen sie sich u.a. auch mit Pilzen, Kartoffelpüree, Tofu, usw.

Zutaten (für etwa 25 Piroggen, machen etwa 4 hungrige Leute satt):

für den Teig:

2 Tassen Mehl

1/2 Tasse warmes Wasser

1/4 Tasse Öl

1TL Salz

Füllung mit Sauerkraut:

etwa 2/3 Tasse Sauerkraut

1/2 Tasse in Gemüsebrühe gekochtes Sojagranulat oder Sojahack (TVP)

Füllung mit Kartoffel und Tempeh:

1/2 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

1/4 Tempeh-Block

2 Kartoffeln

eine handvoll grüne Bohnen oder Erbsen

2EL Nährhefeflocken

2EL Gemüsebrühepulver

Pfeffer

Muskat

S0ße:

1 EL Margarine

2 EL Nährhefeflocken

2EL Mehl

200 ml Wasser

1 Schuss Weißwein (kann bei Bedenken wegen Gelatine auch weggelassen werden)

100ml Sojasahne oder Sojamilch

1TL getrockneter Majoran

Zubereitung:

Aus den Teigzutaten einen glatten nicht klebrigen Teig herstellen, gegebenenfalls mehr Wasser oder Mehl hinzufügen. Etwa 30 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Füllungen zubereiten.

Die Kartoffeln mit Schale weich kochen. Tempeh in kleine Würfel schneiden, Zwiebel und Knoblauch ebenfalls hacken. Tempeh in einem Topf mit Wasser bedecken und Gemüsebrühe und Nähefeflocken hinzugeben. Einige Minuten köcheln bis die meiste Flüssigkeit verschwunden ist. Wenn die Kartoffel gegart sind, in kleine Stücke schneiden(ich habe aus Faulheit und weil ich Kartoffelschale ganz lecker finde sie einfach drangelassen). In etwas Öl Zweibeln und Knoblauch anbraten und Kartoffeln, Tempeh-Würfel und Bohnen hinzugeben. Alles mit Pfeffer und Muskat, gegebenenfalls noch etwas Salz, abschmecken. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. Das Ganze sah bei mir dann so aus (habe viel zu viel Füllung zubereitet und habe den Rest eingefroren):

Für die Sauerkraut-Füllung das fertige Sauerkraut abtropfen lassen und in einer Schüssel mit dem Sojahack vermischen. Ich habe diese Füllung einfach so verwendet, man könnte das Sauerkraut allerdings auch noch mit Lorbeerblättern kochen, wie mir ein polnischer Freund verriet, um sie ganz authentisch zuzubereiten. Passend wäre vielleicht auch noch Kümmel, aber das kann ich gar nicht leiden.

Schließlich muss der Teig ausgerollt werden. Hierfür immer etwas vom Teig abnehmen und ausrollen, ansonsten ist es schwierig ihn schön dünn zu rollen. Kreise mit einem Ausstecher oder einem großen Glas ausstechen und etwas Füllung in die Mitte geben. Den Teig zusammenschlagen, zusammendrücken und nach Wunsch die Ränder mit einer Gabel verzieren. So verfahren bis der Teig aufgebraucht ist. Immer aufpassen die Pierogis nicht zu überfüllen, sonst platzen sie auf!

Zum Schluss Wasser in einem großen Topf erhitzen und die Piroggen einige Minuten kochen. Herausnehmen, abtropfen lassen und schließlich in etwas Öl in einer Pfanne (am besten noch zusammen mit Zwiebelstückchen) braun braten. Man muss die Piroggen natürlich nicht braten, sondern kann sie auch gekocht oder in der Suppe wie Maultaschen essen, ich finde, sie schmecken aber angebraten am allerleckersten!

Nun noch die Soße zubereiten: Margarine in der Pfanne schmelzen und alle restlichen Zutaten hinzufügen. Etwas köcheln bis die Soße andickt und abschmecken. Mit den fertigen Piroggen anrichten.


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