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Frische Gemüse-und Kräuterplatte mit Rucolakartoffeln und Zucchiniblüten
Sep 21st, 2011 by veganitaet

Dieses Gericht habe ich zubereitet, nachdem ich ganz viele Kräuter, Rucola, Zucchiniblüten und Mais auf dem Wochenmarkt gekauft hatte. Das war das erste Mal, dass ich Zucchiniblüten gegessen habe, daher habe ich sie einfach nur angebraten, statt sie aufwendig zu befüllen oder in Teig zu frittieren.

Aus meiner Petersilie machte ich ein Petersilienpesto mit Sonnenblumenkernen, das auch eine preisgünstigere Alternative zu Pesto mit Basilikum und Pinienkernen ist.

Die Tofucreme mit der gerösteten Paprika kam besonders gut an. Sie würde sich auch gut als Frischkäse-Creme-Alternative eignen.

Außerdem habe ich mich noch an einer Estragon-Senfsoße versucht, die aber nicht soo lecker, war, dass ich das Rezept hier mal lieber ausspare.

 

Zutaten(für 4 Personen):

2 Maiskolben

1 Packung Zucchiniblüten, bzw. etwa 8 Stück

Tofu-Creme(kann auch halbiert werden):

2 400g Tofublöcke (ich hab frischen aus dem asialaden verwendet)

1 rote Paprika

2-3 Knoblauchzehen

1 TL Salz

 

Petersilien-Pesto:

2 Bund frische Petersilie (ich habe glatte verwendet)

7 EL Sonnenblumenkerne

7 EL Olivenöl

1 TL Salz

1 EL Nährhefeflocken

 

Rucola-Kartoffel:

10 große Kartoffeln

1 Zwiebel

eine gute handvoll Rucola

 

Zubereitung:

Kartoffeln waschen, von Augen befreien und rundherum mit einer Gabel einpieksen. Zusammen mit der ganzen Paprika auf ein Backblech legen und bei 200°C 35-45 Minuten lang backen. 

Die Paprika sollte schwarze Stellen auf der Haut haben.

Die Kartoffeln halbieren und mit der Paprika etwas auskühlen lassen.

Für die Rucola-Kartoffeln Zwiebeln hacken und einer Pfanne schmoren lassen. Rucola fein hacken oder in der Küchenmaschine bearbeiten. Mit Zwiebeln mischen und kräftig salzen.

Die Kartoffeln mit einem Löffel oder einem Kugelausstecher aushöhlen. Die Masse zu der Rucolamischung geben. Vermengen und wieder zurück in die Kartoffelhälften geben.

Die Paprika häuten und in feine Würfel schneiden. Tofu mit Knoblauch und Salz in der Küchenmaschine zu einer Creme verarbeiten. Paprikastücke unterheben und abschmecken.

Alle Zutaten für das Pesto in die Küchenmaschine geben und bis zur gewünschten Konsistenz mixen.

Zucchiniblüten und Mais einfach anbraten. Nach Wunsch salzen und pfeffern.

Gefüllte Paprika mit knusprigen Tofu-Nuggets
Aug 17th, 2010 by veganitaet

Hier kommt ein Rezept für Paprika oder Zucchini gefüllt mit einer Gemüse-Pilz-Gerstengraupen(auch bekannt als Ebly oder Sonnenweizen, alternativ kann man natürlich auch andere gekochte Körner verwenden)-Mischung mit knusprigen Tofu-Nuggets. Für die Nuggets habe ich Mandel-Nuss-Tofu von Alnatura verwendet, man kann aber auch Räuchertofu, jede andere Art von gewürztem Tofu oder ganz normalen nehmen. Damit die Nuggets so richtig schön knusprig werden, habe ich sie in einer Semmelbrösel-Cornflakes-Mischung gewälzt und anschließend frittiert. Man kann sie sicher auch nur anbraten, jedoch sollte man hier genügend Öl verwenden, da wenn die Nuggets zu lange in der Pfanne herum liegen, bestimmt die Knusperschicht langsam hinunter läuft. Der Vorteil beim Frittieren ist, dass die Knusperschicht direkt fest gebacken wird und außerdem ringsherum knusprig wird.

Zutaten (für zwei Personen):

für das gefüllte Gemüse:

zwei Paprika

zwei Zucchini (am besten eine kleine und eine große)

eine Zwiebel

zwei Knoblauchzehen

150g Champignons

ein Kochbeutel Gerstengraupen/Sonnenweizen/Ebly

1/2 TL Salz

1/2 TL Paprika

1/2 TL Muskat

1/2 TL grober Pfeffer

200ml Gemüsebrühe

für die Tofu-Nuggets:

ein Block Mandel-Nuss-Tofu oder anderer Tofu

200ml Wasser

1/2 TL Salz

4 EL Speisestärke

4 EL Mehl

etwa zwei handvoll grob zerbröselte zuckerfreie Cornflakes

etwa 5 EL Semmelbrösel

Zubereitung:

Gerstengraupen nach Packungsanleitung kochen. In der Zwischenzeit das Gemüse schneiden: die beiden Paprikas köpfen und entkernen (um hartnäckige Kerne heraus zu bekommen am besten mit Wasser ausspülen). Die größere Zucchini längs halbieren und aushöhlen, sodass das Ganze so aussieht:

Das restliche Gemüse und die Pilze klein schneiden. etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch glasig dünsten und das restliche Gemüse hinzufügen. Die gekochten Gerstengraupen hinzufügen, kurz weiter braten und mit Muskat, Salz, Paprika und Pfeffer würzen. Das ausgehöhlte Gemüse in eine Auflaufform stellen, möglichst eng beieinander, dass sie nicht umfallen. Dann mit der Gemüsemischung befüllen.

Möglicherweise bleibt hier etwas übrig. Die 200ml Gemüsebrühe in die Auflaufform gießen und alles in den Backofen bei 200°C etwa eine halbe Stunde garen, oder bis das Gemüse eure Wunschkonsistenz hat.

In der Zwischenzeit die Nuggets zubereiten. Hierzu den Tofu in etwa 8 Rechtecke schneiden. Zwischen zwei Küchentücher geben und möglichst viel Feuchtigkeit heraus pressen.

Mehl, Salz und Speisestärke vermischen und mit dem Wasser zu einem zähen, aber nicht zu festen Teig verrühren. Gegebenenfalls mehr Wasser oder Mehl hinzufügen. Er solle etwa so aussehen:

Auf einem flachen Teller Corn Flakes und Semmelbrösel vermischen. Am besten nicht gleich die ganze Mischung auf den Teller geben, sonder immer nach und nach den Teller wieder auffüllen.

Nun Frittierfett erhitzen.

Jeweils ein Tofustück nehmen, in die Mehlmatsche tunken und in der Brösel-Cornflakes-Mischung wälzen.

Schnell in das Frittierfett geben. Nicht zu lange frittieren, da die Corn Flakes äußerst schnell schwarz werden! Auf einem Küchentuch abtropfen und zusammen mit dem Gemüse servieren.


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Spaghetti-Salat mit Karotten- und Zucchini-Spiralen
Jul 29th, 2010 by veganitaet


Hier kommt ein Rezept für Nudelsalat. Ihr könnt auch andere Nudeln nehen, ich bin selbst eigentlich auch kein großer Spaghetti-Fan, aber mit den spiralisierten Zucchini und Karotten macht sich das einfach am besten!

Um die Gemüsespiralen so hinzukriegen braucht ihr entweder einen normalen Sparschäler(da werden die Streifen nur nicht so spiralförmig), einen Julienne-Schneider(das ist ein Sparschäler mit einem Aufsatz, der dann alles in dünne streifen schneidet, sieht z.B. so aus:)

oder am besten ein spezielles „Spiral-Schneide-Gerät“, was man sich günstig bei ebay kaufen kann(ich hab meines für 1€ ersteigern können, einfach mal „Spirali“ oder so ähnlich in die Suche eingeben). Sieht so aus:

Zutaten(für 3 bis 4 Personen):

250g Spaghetti

2 Zucchini(wenn ihr ein Spiral-Gerät benutzt, eher dickere)

3 Karotten

etwa 150g Cocktail-Tomaten

eine halbe Zwiebel

2 Knoblauchzehen

Saft aus einer Zitrone

6 EL Tomatenmark

100ml Wasser

1EL Agavendicksaft oder Zucker

1EL Nährhefeflocken

1TL Salz

1 TL grober Pfeffer

1 TL Paprika

1/2 Bund glatte Petersilie

Zubereitung:

Spaghetti kochen, anschließend abtropfen lassen und abkühlen.

Zucchini und Karotten zu dünnen Streifen verarbeiten, Cocktailtomaten vierteln und Zwiebeln und Petersilie fein hacken. Restliche Zutaten in einen Mixer geben oder mit dem Pürierstab pürieren. Alle Zutaten vermengen, fertig! Ideal als kühles Sommergericht oder Beilage zum Grillen.


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Rohes Chilli sin Carne
Jul 13th, 2010 by veganitaet

Es liegt auch gerade an den hohen Temperaturen, dass ich nicht allzu viele Rezepte hochlade, da ich bei der Hitze nicht auch noch vor dem heißen Herd stehen will! Naja, aber ganz ohne Essen zubereiten komme ich dann doch nicht aus, also gab es heute mal Rohkost: ein sehr leckeres rohes Chilli sin Carne. Das erste Mal, dass ich rohen Mais gegessen habe. Hat mich sehr erstaunt, wie gut das schmeckt. Ihr müsst aber unbedingt Zuckermais nehmen, da man nicht alle Maissorten roh essen kann. Zuckermais hat gerade Saison und kommt derzeit in den Läden meist aus Deutschland, also macht euch an ’nem richtig heißen Tag doch mal diese kalte Suppe!

Zutaten:

eine halbe Gurke

100g Champignons

2 Frühlingszwiebeln

2 Knoblauchzehen

2 rote Paprika

1 gelbe Paprika

2 Zucchini

2 Zuckermais-Kolben(natürlich roh)

5 Tomaten

Saft aus zwei Zitronen

eine Tasse Wasser

2EL Olivenöl

3EL Nama Shoyu (rohe Sojasoße, oder wenn ihr es nicht so streng seht eben auch normale)

1TL Salz

1/2 TL Kreuzkümmel

1/2 TL Paprika

1/2 TL Muskat

1/2 TL Cayenne-Pfeffer

1/2 TL Chilli-Pulver

ein Spritzer Agavendicksaft

Zubereitung:

Maiskörner mit einem Messer vom Maiskolben lösen und in einer Schüssel mit Olivenöl und Sojasoße marinieren. Gelbe Paprika, eine halbe rote Paprika, Pilze, eine Frühlingszwiebel, eine Tomate, Gurke und eine halbe Zucchini würfeln. Restliches Gemüse mit dem Wasser, Zitronensaft und den Gewürzen in eine Küchenmaschine geben und zu einer Suppe verarbeiten. Gegebenenfalls noch etwas mit Wasser verdünnen. Das Ganze abschmecken mit dem Mais verrühren und mit dem gewürfelten Gemüse bestreuen. Schmeckt auch kalt aus dem Kühlschrank sehr gut!


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Mediterraner Gemüse-Strudel
Jul 1st, 2010 by veganitaet

Hier ein sehr einfaches Rezept für einen veganen Strudel. Für den Teig habe ich fertigen Strudelteig genommen(siehe Bild hier), der sollte in der Regel vegan sein. Auf meiner Packung stand „Strudel-, Filo- oder Yufkateig“, ihr könnt also auch nach den anderen Bezeichnungen suchen, z.B. in türkischen Lebensmittelgeschäften.

Zutaten:

eine Packung Strudelteig

eine Zucchini

eine rote Paprika

6 Cocktailtomaten

3 Knoblauchzehen

1/2 Zwiebel

1/2 TL Paprika

1/4 TL Muskat

1/4 TL Kreuzkümmel

1/2 TL Oregano

1/2 TL Salz

etwa eine halbe Tasse Olivenöl

Zubereitung:

Zuerst Knoblauch fein hacken, Zwiebel würfeln, Tomaten halbieren und Zucchini und Paprika in etwas größere Stücke schneiden(Zucchini z.B. in Halbkreise). Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen(nicht die halbe Tasse, die brauchen wir später!) und alles darin anbraten. Mit den Gewürzen abschmecken und solange braten, bis das Gemüse gar aber noch bissfest ist.

Nun ein Backblech mit Backpapier auskleiden. Olivenöl in eine Tasse geben. Ein Teigblatt auf das Backblech legen und mit Olivenöl bepinseln. Die nächste Teigplatte darauflegen und so fortfahren, bis alle Teigbläter aufgebraucht sind. Ohne Öl ist der Teig zu trocken und hält nicht zusammen.

Dann das Gemüse wie auf dem Bild auf dem Teig anordnen. Es kann sein, dass etwas Gemüse übrig bleibt. Lieber den Strudel nicht überfüllen, sonst quillt alles heraus!

Dann die Seiten einklappen und den Strudel von der Gemüseseite aus aufrollen.

Noch einmal mit Olivenöl bepinseln und für etwa 45 Minuten bei 200°C im Ofen backen.

Den Strudel kann man so essen oder mit einer sahnigen Soße. Gut passen würde hier bestimmt z.B. eine Tomaten-Soße mit Tomatenmark und Sojasahne.


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Grünes Frühlingssandwich mit Bärlauch-Tofu und Zucchini
Mai 22nd, 2010 by veganitaet

Hier ein ganz schnelles Rezept für frischen Bärlauch:

Zutaten:

etwa 8 Blätter Bärlauch

ein halber Block Tofu

3/4 Tasse Sonnenblumenkerne

2EL Nährhefeflocken

1/4 Tasse Olivenöl

1 1/2 TL Salz

1/2 TL Pfeffer

1 Zucchini

etwas Kopfsalat

ein kleines Baguette oder eine Aufback-Baguette

Zubereitung:

In einem Mixer oder Küchenmaschine alle Bärlauchblätter bis auf eines mit den Sonnenblumenkernen, Hefeflocken und Gewürzen mischen. Öl nach und nach hinzugeben bis eine Paste entstanden ist.

Den Tofu etwas ausdrücken und zerbröseln. Mit der Bärlauchmischung verrühren.

Zucchini längs in Streifen schneiden und anbraten.

Das Baguette aufschneiden, Salatblatt und Zucchini darauf geben, mit Tofu-Bärlauchmischung bedecken und mit dem restlichen in Streifen geschnittenen Bärlauch garnieren.


Pasta alla multicolori- Rote Beete meets Bärlauch
Mai 13th, 2010 by veganitaet

Dieses Gericht entstand als mein Freund wild gepflückten Bärlauch mit nach Hause brachte und sowohl der Bärlauch als auch eine runzelige Rote Beete auf baldige Verwendung warteten. Es gibt ja ganz viele Menschen, die einen Hass auf Rote Beete haben, aber in Soßen und Suppen schmeckt sie wirklich wunderbar und hat noch dazu diesen wunderschönen Fuchsia-Farbton, dass man ihr wirklich nochmal eine Chance geben sollte!

Zutaten für etwa 4 hungrige Personen):

500g Nudeln(je nach Vorlieben, aber Farfalle rulez!)

etwa 7  Bärlauch-Blätter

eine handvoll geschälte Walnüsse

etwa 3EL Olivenöl

1TL Salz

1TL Nährhefeflocken

2 Rote Beete

1 Zwiebel

250ml trockener Cidre oder Apfelwein

200ml Sojasahne

etwa 2EL Mehl oder Speisestärke

Salz

Pfeffer

Paprikapulver

1-2 Zucchini

Zubereitung:

Die Nudeln kochen. Währenddessen die Rote Beete und Zwiebel schälen und in kleine Stücke schneiden und in etwas Öl in einem Topf anbraten. Dann mit Wasser bedecken und einige Minuten kochen bis sie so weich sind, dass man sie pürieren kann. Mit dem Pürierstab zu einem homogenen Mus pürieren. Wieder auf den Herd stellen und Sojasahne und etwa 250ml Wasser und Cidre hinzufügen. Mehl oder Stärke in etwas kaltem Wasser anrühren und unter die Soße rühren. Gegebenenfalls etwas mehr Wasser hinzufügen, wenn die Soße zu dick ist. Nun nur noch würzen und fertig!

Für das Bärlauchpesto Bärlauch, Walnüsse(man könnte auch, wenn man dekadenter sein will Pinienkerne nehmen, für die Sparversion eignen sich Sonnenblumenkerne), Olivenöl, Salz und Hefeflocken(für das leicht käsige Aroma) in einen Mixer oder Küchenmaschine geben und zu einer Paste zermatschen. Ist das Pesto zu trocken, noch mehr Olivenöl hinzufügen. Abschmecken, und ebenso fertig!

Die Zucchini längs in dünne Streifen schneiden und in Öl schön braun anbraten.

Auf einem Teller alles nach Belieben anrichten.

Orientalischer Aprikosen-Seitan mit Zucchiniröllchen und Maniok-Pommes
Mai 5th, 2010 by veganitaet

Heute wollte ich wieder mal etwas völlig Neues kochen. Hierzu modelte ich ein Orientalisches Fleischgericht um, überlegte mir eine gute Seitan-Rezeptur und wählte als Gemüsebeilage mit Sojajoghurt und Walnüssen gefüllte Zucchini und aus Langeweile an Kartoffeln im Ofen gebackene Maniok (auch Cassave gennannt)-Schnitzchen. Dieser erste Versuch mit Maniok war wirklich überraschend lecker, da kann ich gar nicht verstehen, warum Maniok lediglich als unnahrhaftes Armenessen abgestempelt wird! Wenn man sie dann auch noch als Maniok-Pommes anbietet sind sie bestimmt der Renner beim Freunde bekochen und beeindrucken, haha. 🙂

Alles in allem hat dieses Gericht schon ziemlich viel Zeit in Anspruch genommen. Den Seitan kann man aber auch schon im Voraus in größeren Mengen zubereiten und einfrieren. Ansonsten ist das Gericht wirklich leichter zu kochen, als es klingt! Man benötigt lediglich ein paar Zutaten aus dem Asialaden(wobei es mancherorts auch Maniok in großen Supermärkten gibt) und schon kann’s losgehen…

Dann fang‘ ich mal zuerst mit dem Seitangericht an, schließlich muss man das Gericht nicht in dieser Kombi kochen. Dieser orientalische Seitan ist wirklich saulecker und ich werde ihn bestimmt wieder kochen. Es wäre sicherlich auch eine Super-Beilage zu Couscous oder Gewürzreis!

Ich stelle Seitan immer gerne selbst unterschiedlich her und experimentiere mit unterschiedlichen Konsistenzen. In vielen Rezepten wird ja oft schon nach fertigen Seitan gefragt. Ich war immer nicht so zufrieden mit dem Basis-Seitan, den man in Gemüsebrühe kocht. Vielmehr bevorzuge ich es die ganzen Gewürze schon in die Seitanmasse rein zu kneten und das Ganze schließlich zu dämpfen. Ja, schon wieder dämpfen! Die Idee kam mir, als ich mich darüber ärgerte, dass beim Kochen immer alle Gewürze wieder aus dem Seitan rausgeschwemmt wurden und der Seitan beim Backen zu trocken wurde(es sei denn, man backt ihn für Aufschnitt in Alufolie). Beim Dämpfen gart der Seitan, brennt aber nicht an oder trocknet. Diese Methode finde ich ideal, auch besonders zum Vorbereiten auf’s Grillen. Hierfür werde ich aber nochmal einen Artikel schreiben..Seitan ist wirklich eine Wissenschaft für sich!

Zutaten für den Orientalischen Aprikosen-Seitan:

Zutaten für den Seitan:

1 1/2 Tassen Gluten (gibt es relativ günstig in 5kg-Säcken bei veganwonderland)

1/4 Tasse Nährhefeflocken (Achtung, keine Bierhefe!, könnte man zur Not auch Weglassen, dient hier als eine Art Geschmacksversstärker)

1/4 Tasse Kichererbsenmehl (Gram Flour aus dem Asialaden) oder Sojamehl, das macht den Seitan etwas zarter und weniger „gummimäßig“, kann aber auch, falls nicht zur Hand, mit Gluten ersetzt werden.

1TL Salz

3 TL Paprika

2TL Nelkenpulver

2TL Kreuzkümmel

2TL Cayennepfeffer oder Chilli

2TL Muskat

2TL Koriander

2TL Knoblauchpulver

1 Tofu

3/4 Tasse Wasser

1/2 Tasse Tomatenmark

2 EL Sojasoße

2EL Ölivenöl

2EL Liquid Smoke (flüssiger Rauch, erhältlich in mexikanischen Onlineshops wie mex-al.de oder ersetzen mit rauchigen Barbecuesoßen oder eben einfach weglassen, manche können dieses Aroma eh nicht leiden)

(1El Zucker: optional, beim Schreiben des Rezeptes habe ich gemerkt, dass ich diesmal keinen Zucker hinzugefügt habe. Ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden, füge aber normalerweise immer etwas Süße hinzu)

Zubereitung Seitan:

Erst alle trockenen Zutaten vermischen. Die Würzung kann man natürlich je nach Vorlieben variieren, man muss aber wirklich relativ stark würzen, sonst schmeckt man später im Seitan nichts!

Dann alle feuchten Zutaten, auch den Tofu, in der Küchenmaschine oder mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse verarbeiten. Schließlich alles zu einem Teig kneten. Falls euch die Masse zu matschig vorkommt, einfach noch etwas Gluten hinzufügen, und falls zu trocken eben Wasser.

Nun bereitet ihr den Dämpftopf vor, ideal ist hier ein Reiskocher mit Dämpfeinsatz, ansonsten improvisieren wiehier.

Die Seitanmasse in kleine Stücke reißen und ca. 30 Minuten dämpfen. Wenn man sie dann problemlos kauen kann, sind sie gar und können nun weiterverarbeitet werden…

restliche Zutaten:

100g getrocknete Aprikosen

50g Rosinen

150ml frisch gepresster Orangensaft(ich würde hier auf jeden Fall frischen verwenden!)

(optional etwas Saffran, wenn man mal seinen dekadenten Tag hat)

1TL Balsamico-Essig

1 Zwiebel

4 Knoblauchzehen

1 Tasse Gemüsebrühe

2 EL Mehl

Koriander

Nelkenpulver

Kreuzkümmel

Pfeffer

Salz

frischer Koriander und Minze

Zubereitung:

Aprikosen und Rosinen etwas 1 bis 2 Stunden in Orangensaft, Essig und Saffran einweichen.

Zwiebeln und Knoblauch anbraten und die fertig gedämpften Seitanstücke hinzufügen und solange braten, bis sie größtenteils angebräunt sind. Dann Gemüsebrühe, Aprikosen und Rosinen mit Flüssigkeit, Mehl und Gewürzen hinzufügen und ein paar Minuten kochen. Abschmecken, und fertig!

Zutaten Zucchini-Röllchen:

2 Zucchinis

1 Zwiebel

200g Sojaquark oder -joghurt

2 EL gehackte Walnüsse

Salz

Paprika

Pfeffer

Zubereitung:

Die Zucchini längs halbieren und von jeder Hälfte längs zwei Scheiben abschneiden. Die restliche Zucchini stifteln. Zwiebeln ebenfalls zerkleinern.

Erst die länglichen Zucchinischeiben anbraten, danach auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Ich habe hier Tofu-Quark von Soyatoo verwendet, den ich neulich entdeckt habe. Man kann aber ebenso Sojajoghurt verwenden, da der Quark auch nicht sonderlich fest ist, sondern eine eher schleimige Konsistenz hat. Da ja aber derzeit der Alpro-Soja Naturjoghurt mit Zucker und Vanille „angereichert“ wurde(ich bin noch nicht dazu gekommen es zu probieren, aber er soll nun nicht mehr so gut für solche pikanten Gerichte zu gebrauchen zu sein), wäre das hier eine Alternative.

Danach die Zucchinistückchen und Zwiebel kurz anbraten und schließlich mit Sojajoghurt, Walnüssen und Gewürzen vermengen.

Die Zucchinischeiben mit Hilfe von Zahnstochern zu Röllchen formen, auf Teller setzen und mit der Joghurtmasse befüllen, geht leicher, als es sich anhört!

Zutaten Maniok-Pommes:

für ein großes Blech:

etwa 3 Maniok

Salz

etwas frischer Zitronensaft

Olivenöl

Die Maniokwürzel schälen und in grobe Stücke schneiden und etwa 10 Minuten in Wasser vorgaren. Dann kann man sie leichter in kleinere Pommes-artige Stücke schneiden, da die Wurzel ansonsten zu hart ist. Die Stücke auf einem Blech ausbreiten, großzügig mit Öl beträufeln und bei 200°C 30 Minuten backen, oder solange bis sie eine bräunliche Farbe erhalten.

Vor dem Servieren salzen und mit frischen Zitronensaft beträufeln, fertig!

Zu dem ganzen Gericht schmeckt ein marokkanischer Minztee gut: einfach restliche frische Minze vom Kochen mit Grüntee, einer Scheibe Zitrone und wahlweise etwas Zucker aufbrühen..mmhhh.. Auch wenn ihr normalerweise keinen Pfefferminztee mögt, Tee aus frischer Minze ist wirklich etwas ganz anderes!





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